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Tischtennis-Oberliga Männer TV Hude feiert 8:8 beim TSV Hagenburg wie einen Sieg

Von Andreas Giehl | 16.10.2017, 15:09 Uhr

Der Oberliga-Aufsteiger TV Hude hat seinen ersten Punkt in der Saison 2017/2018 geholt. Die Tischtennisspieler feierten das 8:8 beim TSV Hagenburg wie einen Sieg.

Die Tischtennisspieler vom Oberligisten TV Hude finden immer mehr Gefallen an ihrer Rolle: „Wir, der Außenseiter, gegen den Rest.“ Nach zwei knappen Niederlagen hat der Aufsteiger am Sonntag sogar seinen ersten Punktgewinn der Saison 2017/2018 eingefahren. Nach einer starken Leistung holten TVH-Spitzenspieler Florian Henke und seine Mannschaftskameraden in der Halle des TSV Hagenburg ein verdientes 8:8. Das Remis wurde von den Gästen wie ein Sieg gefeiert. In der Umkleide wurde entsprechend laut gejubelt, um zu demonstrieren: „Wir können in der Klasse mithalten.“

Für den TV Hude war auch ein Sieg möglich

Vom Spielverlauf her waren die Huder dem Sieg näher als die Hagenburger. Die Gastgeber konnten froh sein, dass die Huder nicht alle Chancen genutzt hatten. „Wir haben stark gespielt und einen Punkt geholt. Echt super“, freute sich Florian Henke. Trotzdem musste das TVH-Team nach der Partie einen Hauch Enttäuschung abschütteln, weil es wusste, dass sogar mehr möglich gewesen wäre. Henke zielte damit auf einen 9:6-Sieg, der schon vor dem Schlussdoppel in greifbarer Nähe gelegen hatte. Der Turnverein legte mit der 2:1-Führung nach den Eingangsdoppeln einen wertvollen Grundstein für die folgenden Einzelserien. Gegen das starke Spitzenpaarkreuz des TSV mit zwei litauischen Auswahlspielern war für die Huder später allerdings kein Kraut gewachsen. In Runde zwei bot wenigstens Jonas Schrader gegen Rimas Lesiv ein starkes Match. Aber trotz einer 2:0-Satzführung reichte es nicht. Hudes Nummer zwei spielten die Nerven einen Streich.

Leistung macht Mut für kommende Aufgaben

Im mittleren Abschnitt hätten die stark agierenden Felix Lingenau und Ryan Farrell eigentlich eine 4:0-Bilanz erzielen „müssen“. Dass es „nur“ ein 3:1 wurde, kreidete sich Lingenau später selbst an. Im Entscheidungssatz gegen Andrius Preidzius hatte er von Beginn an deutlich geführt. Doch aus einem 8:4 wurde schließlich ein 8:11. Im hinteren Paarkreuz war der Verlauf aus Sicht der Gäste ähnlich: Ein 3:1 anstatt eines 4:0. Dort war Ersatzmann Marco Stüber enttäuscht darüber, dass er eine prima Aufholjagd nach 0:2-Sätzrückstand gegen Ernestas Mincevicius nicht vollenden konnte. Auch für das Huder Schlussdoppel Henke/Farrell entwickelte sich, trotz, so Henke, guter Leistung gegen Juchna/Preidzius, ab dem 11:9 und einer 9:8-Führung das Geschehen in die falsche Richtung.

„Ryan Farrell und Pierre Barghorn waren mit je zwei Einzelsiegen unsere herausragenden Leute. Das macht Mut“, betont Henke. „Nach diesem Spieltag sind wir mit 1:5 Punkten Tabellenvorletzter.“ Am Sonntag (14 Uhr, Halle am Huder Bach) hat Hude ein Heimspiel gegen den Letzten MTV Wolfsburg. „Treten wir genauso auf wie heute, dann ist vielleicht was drin und die Zuschauer sollten auf ihre Kosten kommen“, glaubt Henke.