Ein Angebot der NOZ

Tischtennis-Oberliga Männer TV Hude trotz viel Herz mit zwei Auswärtspleiten

Von Andreas Giehl | 11.12.2017, 17:09 Uhr

Der Tischtennis-Oberligist TV Hude hat die Hinrunde mit zwei Niederlagen beendet. Er spielte beim SC Marlohe und bei Hannover 96 mit Herz und Leidenschaft, musste sich aber dennoch mit 5:9 und mit 6:9 geschlagen geben.

Für die Oberliga-Tischtennispieler des TV Hude ist die Hinrunde ohne Erfolgserlebnis ausgeklungen. An seinem Doppelspieltag am Samstag und Sonntag hat der Turnverein auswärts sowohl beim SC Marklohe (5:9) als auch beim Tabellenzweiten Hannover 96 (6:9) nur die zweite Geige gespielt. Er muss über die Feiertage als Vorletzter mit 3:15 Punkten auf einem direkten Abstiegsplatz ausharren.

Bessere Bilanz als erwartet

Die Spieler des TV Hude haben, so wie man sie inzwischen kennt, mit Herz und Leidenschaft gekämpft. Das Team ist durch die zwei Pleiten keineswegs ins Bodenlose gerutscht. Aber: Die Chancen auf den Klassenerhalt werden von Spiel zu Spiel kleiner. Trotzdem behält die Huder Sechs den Kopf weiter oben, wie Hudes Nummer drei Felix Lingenau versicherte: „Vor der Saison hat jeder gesagt: Nach der Hinrunde sind wir Letzter und voraussichtlich auch schon vom Rest abgeschlagen. Schaut man jetzt auf die Tabelle, dann stehen wir immerhin auf den vorletzten Platz und haben aufgrund unseres guten Spielverhältnisses eine Situation, über die wir in nächster Zeit zumindest mit einem Schuss Zuversicht diskutieren können. Unser Konkurrent auf Platz acht, Torpedo Göttingen, können wir bei nur zwei Punkten Rückstand noch abfangen. Das ist alles machbar. Das allein schon ist sehr positiv und rundet im Kern unser gutes Auftreten in der Hinrunde ab.“

Lingenau selbst hatte mit den Niederlagen gegen Marklohe und Hannover eigentlich fest gerechnet. Doch zumindest Marklohe, als Gegner aus der unteren Tabellenhälfte, galt an einem guten Tag der Huder Mannschaft nicht als unantastbar. Es ist bekannt, dass es für den TVH gerade im ersten Paarkreuz sehr schwer ist, Punkte zu holen. Vor dem Spiel war die Nummer eins, Florian Henke, noch zuversichtlich, eine Nullnummer abwenden zu können. Das Spitzenpaarkreuz der Markloher ist wohl nicht so stark besetzt wie das anderer Ligakonkurrenten. Doch die Pläne des Turnvereins gingen am Samstag nicht auf. Gegen ihre Widersacher Nicolai Marek und Thilo Marschke sahen Henke und Jonas Schrader nicht so gut aus wie erhofft. Sie holten nur zwei Satzgewinne.

In der Mitte hätte der Turnverein dieses 0:4 durchaus ausradieren können. Doch es wurde „nur“ ein 3:1, weil Lingenau einen 2:0-Satzvorsprung gegen Niklas Matthias nicht nutzen konnte. Im hinteren Paarkreuz wurde das Schicksal der Huder schließlich mit einer 0:3-Ausbeute besiegelt. Pierre Barghorn und Ersatzmann Finn Oestmann blieben hinter dem zurück, was sie an anderen Tagen fähig zu leisten sind.

Florian Henke setzt Ausrufezeichen

„Die letzten Niederlagen haben an unseren Selbstvertrauen gekratzt. Das hat man uns gegen Marklohe deutlich angemerkt. Am Sonntag gegen ein stärkeres, allerdings mit zwei Ersatzspielern angetretenes Team von Hannover 96 war das besser. Das 6:9 ist für durchaus ein gutes Ergebnis“, bilanzierte Lingenau: „Aber nutzen wir dort all unsere Chancen konsequent, kann man dem Gegner auch durchaus einen Punkt klauen.“ Er haderte vornehmlich mit sich selbst, weil ihm in Runde eins gegen Max Kulins wieder ein Fünfsatzspiel vollkommen unnötig durch die Hände flutschte. Im Gegensatz dazu setzte Henke, der während der Hinrunde eigentlich nie zu 100 Prozent fit war, mit dem 3:1-Erfolg über Richard Hoffmann – einer der stärksten Oberligaspieler der vergangene Jahre – ein dickes Ausrufezeichen. Geholfen hat es der TVH-Mannschaft am Ende nicht. Die Huder standen mit leeren Händen da. Sie sahen das Ganze trotzdem positiv: Sie hatten sich gegen den Titelkandidaten tapfer gewehrt und waren nicht abgeschossen worden.