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Tischtennis-Oberliga Männer TV Hude unterliegt dem MTV Jever beim 3:9 deutlich

Von Andreas Giehl | 20.11.2017, 12:41 Uhr

Den Tischtennisspielern des Oberligisten TV Hude ist im Abstiegskampf eine Überraschung nicht geglückt. Nachdem der Aufsteiger in der Vorwoche beim 7:9 gegen Union Salzgitter seine Ziele knapp verpasst hatte, ruhten am Sonntag die Hoffnungen auf das Heimspiel gegen Gast MTV Jever. Doch nach einer klaren 3:9-Niederlage blieb dieses Mal nur die Erkenntnis: Hier gab es heute gegen einen starken Gegner nichts holen!

Im bisherigen Saisonverlauf wurde der Neuling aus dem Klosterort oft von der Euphorie getragen. Mit dieser, so hoffte man beim Turnverein, könnte man am Sonntag auch gegen Tabellennachbar MTV Jever Berge versetzen. Daraus wurde nichts. Erstmals in dieser Saison kamen die Huder mit einem 0:3-Rückstand aus den Doppeln heraus. Eine zu schwere Bürde, um anschließend eine erfolgreiche Aufholjagd zu starten. Die Huder Sechs zog deshalb ebenso zum ersten Mal gegen eine Mannschaft aus der unteren Tabellenhälfte klar den Kürzeren. Vor dem Wochenende waren die zwei Konkurrenten in der Tabelle lediglich durch einen Pluspunkt getrennt; jetzt sind es deren drei.

„Bei Jever hat in den ersten Spielen Florian Laskowski mehrmals wegen Verletzung gefehlt. Auch gegen uns war er noch nicht richtig fit. Aber allein seine Nominierung für die Mitte war für Jevers Mannschaft eine große Hilfe“, versuchte TVH-Spitzenspieler Florian Henke die Niederlage zu erklären. „Deswegen ist sie für mich in dieser Konstellation kein Abstiegskandidat, sondern gehört in die obere Tabellenhälfte.“

Jever reiste mit Selbstvertrauen nach Hude

Nachdem Jevers Zwischenbilanz vor dem Wochenende mit 4:8 Punkten eher bescheiden ausgefallen war, fand man ausgerechnet jetzt – denkbar ungünstig aus Huder Sicht – zu alter Stärke zurück. Am Samstag hatte Jever bereits den TSV Hagenburg deutlich mit 9:4 bezwungen. Dieses neue Selbstvertrauen übertrug das Team nahtlos in die Partie in der Huder Jahnhalle. Der Turnverein kassierte eigentlich schon in der Anfangsphase den entscheidenden Niederschlag. Nachdem Lingenau/Barghorn im letzten Doppel gegen Mesler/Kohlrautz das 3:0 für Jever nicht verhindern konnten, stachen hintendran die Trümpfe des MTV im Spitzenpaarkreuz.

Dort hat Jever vor der Saison vielsprechende ausländische Talente verpflichtet. Der Chilene Nicolas Burgos (16) und der polnische Abwehrallrounder Adrian Dugiel (19) trainieren mehrmals täglich unter Profibedingungen. Beide ließen ihren Huder Pendants Florian Henke und Jonas Schrader keine Chance. Somit waren schon hier, bei einem 5:0-Vorsprung für Jever, die Chancen auf etwas Zählbares für die Huder auf ein echtes Minimum geschrumpft.

Hude wehrt sich, aber es reicht nicht

Mit dieser Tatsache wollten die sich tapfer wehrenden Gastgeber trotzdem nicht abfinden. Ganz im Gegenteil. Nun folgte eine Serie der Hausherren mit drei Einzelsiegen von Felix Lingenau, einem vorzüglichen Ryan Farrell und Pierre Barghorn. Die Spannung wäre vermutlich neu entfacht worden, wenn Marco Stüber am Ende von Runde eins gegen Christian Mesler auf 4:5 gestellt hätte. Aber sein Gegner verfügte zu seinem Leidwesen über eine gute Tagesform. Mesler fand drei Sätze lang das passende Rezept auf das gefürchtete Blockspiel des Huder Routiniers und verließ als verdienter 3:0-Sieger den Tisch.

In Runde zwei war die Geschichte dieses Punktspiels dann schnell zu Ende erzählt. Während Henke und Schrader gegen das übermächtige Duo Burgos/Dugiel wiederum machtlos waren, setze Felix Lingenau mit dem 1:3 gegen Fabian Pfaffe den Schlusspunkt zur 3:9-Niederlage. Die vierte Heimpleite des TVH in der Hinrunde war damit besiegelt.

Hude als Vorletzter auf einem Abstiegsplatz

Dadurch steht der Turnverein als Tabellenvorletzter der Oberliga und 3:11 Punkten weiter auf einem Abstiegsplatz. Am 9. Dezember muss Hude nun beim aktuell punktgleichen SC Marklohe alle Kräfte bündeln. Denn einen Tag später, beim Hinrundenfinale bei Titelkandidat Hannover 96, wird man nach aller Wahrscheinlichkeit über die Außenseiterrolle nicht hinauskommen.