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Tischtennis-Oberliga Nach dem Derby folgt für TV Hude die Relegation

Von Andreas Giehl | 20.04.2015, 18:30 Uhr

Tischtennis-Oberligist TV Hude testet einigermaßen erfolgreich für die Relegation. Beim 9:6 gegen Oldenburg stimmt die Moral.

Bevor die Oberliga-Tischtennisspieler des TV Hude die Mission „versöhnlicher Abschluss“ abgehen konnten, passierte etwas, was irgendwie typisch war für die holprige Saison. Einige der Plastikbälle, mit denen die Huder sich im für die Tabelle bedeutungslosen letzten Spiel gegen Schwarz-Weiß Oldenburg für die Abstiegsrelegation einspielen wollten, mussten aussortiert werden. „Einige gingen kaputt, andere waren nicht komplett rund“, erklärte der Huder Trainer Thorsten Kleinert.

Steinbrenner und Hilfer glänzen

Als dann gespielt wurde, hatte das Sextett des Turnvereins allerdings keine Probleme mehr mit den Spielgeräten – dafür aber mit dem Gegner. das 9:6 gegen den Nachbarn und Absteiger aus Oldenburg war schwer erarbeitet. Nach den Doppeln stand es 0:3, die Moral aber stimmte: Hude schlug sofort zurück und beendete seine Durststrecke von mehr als sechs Monaten ohne Heimsieg. Im Einzel konnte sich besonders das hintere Paarkreuz mit Tobias Steinbrenner und Alex Hilfer in Szene setzen. Das Duo erkämpfte die volle Ausbeute. „Es ging für beide Mannschaften um nichts mehr. Wir haben einen Arbeitssieg gelandet. Nicht mehr nicht weniger“, meinte Thorsten Kleinert.

Relegation wohl in der Jahnhalle

Am 10. Mai geht es für sein Team nun in einem Dreier-Showdown um den Klassenerhalt. Als Gastgeber erwarten die Huder voraussichtlich in der Jahnhalle die Verbandsliga-Vizemeister TuSG Ritterhude und TSV Hagenburg, falls diese gewillt sind an der Aufstiegsrunde teilzunehmen. Hagenburg, da sind sich Spieler und Trainer sicher, wird in jedem Fall eine harte Nuss. „Das haben wir uns selbst eingebrockt“, meinte Kleinert – und gab sich selbstkritisch. Beim Schlüsselspiel gegen den VfL Westercelle, das Hude Mitte Februar mit 7:9 verlor, sei „vielleicht ein Fehler bei der taktischen Aufstellung“ unterlaufen: „Das war möglicherweise der Wendepunkt.“

Chancen, den Klassenerhalt direkt zu sichern, gab es einige. Hude hatte die zweite Halbserie mit starken 5:1 Punkten begonnen. Dann folgte eine schwarze Serie mit fünf sieglosen Spielen und 1:9 Zählern, die erst am Wochenende gegen Oldenburg endete. Besonders ärgerlich war das 8:8 im Heimspiel gegen den MTSV Eschershausen, an den man zuletzt den rettenden siebten Rang abtreten musste.