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Tischtennis-Oberliga TV Hude verliert dramatisches Spiel gegen Ritterhude

Von Andreas Giehl | 25.10.2015, 15:18 Uhr

Der Tischtennis-Oberligist TV Hude hat eine dramatische Partie verloren: Das ersatzgeschwächte Team unterlag der TuSG Ritterhude in eigener Halle nach viereinhalb Stunden mit 7:9.

Bittere Pille für den TV Hude. Am Freitag konnte der Tischtennis-Oberligist zwei für den Klassenerhalt eigentlich fest eingeplante Punkte nicht einfahren. In der Hoheluchthalle musste sich die um drei Stammspieler dezimierte „Rumpftruppe“ der TuSG Ritterhude beugen. Der Aufsteiger feierte im Klosterort nach viereinhalb Stunden rassigen Kampfs einen 9:7-Erfolg.

Drei Spieler fehlen

War vor einer Woche die Stimmung beim TVH nach der erfolgreichen Aufholjagd gegen den SSV Neuhaus noch auf dem Höhepunkt, sieht die Situation aktuell ganz anders aus. Die Erkältungswelle hat dem Team im Abstiegskampf einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht. Vor wenigen Tagen zweifelte noch niemand daran, dass sich die im Aufwind befindenden Gastgeber gegen die TuSG durchsetzen würden. Aber im Sport ist Erfolg eben nicht planbar. Der Grund für die Niederlage liegt auf der Hand: einfach nur Pech. Felix Lingenau und Tobias Steinbrenner waren wegen der Einnahme von Medikamenten in keinem Fall einsatzfähig. Christopher Imig fehlte wegen wichtiger Prüfungsvorbeitungen. Die Huder können – das ist bekannt – seit geraumer Zeit auf vorzüglichen Ersatz aus dem Verbandsligateam setzen. Doch am Freitagabend waren die Ausfälle ihrer Nummer eins, drei und vier einfach zu gravierend. Obwohl keiner der TVH-Akteure wirklich enttäuschte, behielten die Gäste die Oberhand.

„Wir sind natürlich tief enttäuscht“, meinte Hudes Betreuer Thorsten Kleinert. „Doch da hilft jetzt kein Jammern und kein Jaulen: Die Punkte sind weg. Uns blieb nichts anderes übrig, als unseren Gästen fair zu gratulieren.“

Partie wird in den Doppeln entschieden

Beide Mannschaften wussten vorher, dass die Huder mit Pierre Barghorn, Moritz Tschörtner und Julian Meißner als Ersatz dem Aufsteiger zumindest ebenbürtig sind. Deshalb liebäugelten die Hausherren auch mit einem knappen 9:7-Erfolg oder mindestens mit einem 8:8. Der Spielverlauf bewegte sich bis zum Schluss genau in diese Richtung. Dass der Turnverein dann mit leeren Händen da stand tat deshalb besonders weh. In der hochdramatischen Endphase hätte die Partie genauso gut mit 9:7 für das Heimteam ausgehen können.

Die unzureichende Ausbeute in den Doppeln kostete den Hudern aber den Erfolg. Dort erspielte sich Ritterhude mit einer 3:1-Quote den einzigen Vorteil. Sämtliche Einzelpaarkreuze endeten 2:2. ,,Ich habe unsererseits vielleicht die spielerisch besten Doppelpartien in dieser Saison gesehen“, sagte Thorsten Kleinert. „Das Traurige ist: Wenn man in so einem schweren Spiel dann zweimal mit 2:3 verliert, stehst du am Ende mit nichts da. Im vorderen und hinteren Paarkreuz hatten wir zudem noch einen Punkt mehr auf dem Wunschzettel. Es hat nicht sollen sein. Jetzt müssen wir erst recht das nächste Spiel gegen Schlusslicht TSV Lunestedt II gewinnen.“

Ritterhude spielt unbeschwert auf

Leichter hatten es vor diesem Match sowieso die Ritterhuder. Dem Aufsteiger, dem vor der Saison kaum jemand etwas zugetraut hatte, steht nach zwei Spielen plötzlich mit 4:0 Punkten da. Dessen Nummer vier Arndt Sonntag, in den 90er-Jahren Topspieler beim Delmenhorster TB, freut das: „Uns schmeckt die Rolle des Underdogs. Wir haben überhaupt nichts zu verlieren und genauso locker treten wir auch auf.“