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Tischtennis-Oberligist nervenstark TV Hude rettet einen Punkt

Von Andreas Giehl | 11.01.2015, 22:35 Uhr

Nach einem klaren Rückstand holt Tischtennis-Oberligist TV Hude zumindest noch ein 8:8 gegen Torpedo Göttingen. Im Abschlussdoppel behalten Lingenau und Imig die Ruhe.

Nichts für schwache Nerven war das gestrige Heimspiel des TV Hude gegen Torpedo Göttingen. Exakt viereinhalb Stunden spannten die Gastgeber ihr Heimpublikum auf die Folter, bis am Schluss ein leistungsgerechte 8:8 auf dem Spielberichtsbogen notiert wurde. Was dieser Punktgewinn in der Tischtennis-Oberliga wirklich wert ist, wird sich wohl erst am Saisonende herausstellen. Im Moment jedenfalls ändert sich für die Huder an Rang sieben in der Tabelle nichts.

Trainer Kleinert hadert

Wieder einmal war es ein Drama in der Jahnhalle, über dessen Ausgang man geteilter Meinung sein konnte. Wenig erfreut war zum Beispiel Trainer Thorsten Kleinert, der von einer schwachen Chancenausbeutung sprach: „Mir fehlen die Worte, was wir in einigen Spielen ausgelassen haben. Das Ding hier müssen wir klar gewinnen.“ Während andere von Pech sprachen, hatte Frontmann Felix Lingenau wiederum eine andere Ansicht der Dinge: „Vergebene Chancen, Glück oder Pech: Nach diesem wechselhaften Spielverlauf bin ich einfach nur froh, dass wir gegen Göttingen noch einen Punkt geholt haben. Das Hinspiel haben wir 7:9 verloren. Für mich ist das eine Steigerung.“

Imig reißt Lingenau mit

Erfreulich war aus Huder Sicht sicher eines: Mit dem Sieg von Lingenau und Christopher Imig im Schlussdoppel ist eine schwarze Serie zu Ende gegangen. Die bisherige 0:4-Bilanz in den Schlussdoppeln hat Hude im Saisonverlauf schon wichtige Punkte gekostet. Doch gestern war das Schicksal dem Turnverein wohlgesonnen. Mit Lingenau und Imig waren es die stärksten Spieler des Tages, die das Remis und den Punkt retteten. Sie hatten zuvor schon ihr Auftaktdoppel und je zwei Einzel gewonnen.

Gerade Imig hatte vor der Partie wohl niemand auf der Rechnung gehabt. Der Ersatzmann war kurzfristig für Immanuel Mieschendahl eingesprungen, der aus familiären Gründen passen musste. Imig war es auch, der Lingenau im Schlussdoppel mitriss, als dieser Nerven zeigte und eine Schwächephase durchlief. „Kompliment an Christopher, der ein starkes Doppel gespielt hat“, lobte sein Partner.

Statistik: Hude – Torpedo Göttingen 8:8. Lingenau/Imig – Schönknecht/Wiechers 8:11, 11:5, 11:3, 11:8; Kleinert/Pohl - Kösterelioglu/Meissner 11:9, 8:11, 9:11, 11:6, 10:12; Lingenau – Schönknecht 9:11, 11:9, 7:11, 11:3, 11:8; Kleinert – Kösterelioglu 11:3, 11:5, 3:11, 10:12, 6:11; Pohl – Holzendorf 12:10, 4:11, 4:11, 9:11; Steinbrenner – Meissner 12:10, 11:9, 7:11, 12:14, 10:12; Hilfer – Wiechers 15:13, 6:11, 11:13, 11:8, 9:11; Imig – Dr. Roland 11:5, 11:6, 11:8; Lingenau – Kösterelioglu 11:3, 11:8, 5:11, 11:9; Kleinert – Schönknecht 12:10, 9:11, 2:11, 7:11; Pohl – Meissner 11:6, 4:11, 11:6, 6:11, 10:12; Steinbrenner – Holzendorf 7:11, 8:11, 9:11; Hilfer – Dr. Roland 12:10, 12:10, 11:3; Imig – Wiechers 12:10, 11:7, 11:7; Lingenau/Imig – Kösterelioglu/Meissner 10:12, 13:11, 11:9, 11:6.