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Tischtennis-Relegation Männer TV Hude II bleibt Verbandsligist

Von Andreas Giehl | 16.05.2017, 13:05 Uhr

Die Tischtennisspieler des TV Hude II haben sich in der Relegation den Verbleib in der Verbandsliga gesichert. Sie besiegten in der heimischen Hoheluchthalle die SF Oesede (9:7) und den ESV Lüneburg (9:4).

Die Tischtennisspieler des TV Hude II sind mit dem Schrecken davongekommen: In der Relegationsrunde erkämpften sie sich Heimsiege gegen die SF Oesede II (9:7) und den ESV Lüneburg (9:4) und wendeten den drohenden Abstieg damit ab, das Team tritt auch in der Saison 2017/2018 in der Verbandsliga an.

Elfstündiger Tischtennis-Krimi

Bis dahin war es war ein langer Tischtennistag in der kleinen Hoheluchthalle in Hude. Die TVH-Spieler hatten sie einst „Hölle“ getauft. Sie hat ihnen Glück gebracht, denn der Heimvorteil wurde genutzt. Die Unterstützung der zahlreichen Zuschauer trug ihren Teil dazu bei. Aber es dauerte nicht weniger als elf Stunden, ehe die Huder die Arme hochreißen durften. Erst um 22.15 Uhr war der Krimi zu Ende, der am Vormittag begonnen hatte. „Am Ende ist egal, was den ganzen Tag über passiert ist“, bilanzierte Hudes Nummer, vier Pierre Barghorn. „Wir haben die Relegation gewonnen und damit ist alles gut.“

Moritz Tschörtner hält TVH in der Spur

Sein Team ging als Favorit gegen die beiden Herausforderer aus den Landesligen Weser-Ems und Lüneburg an die Tische. Aber Relegationsrunden schreiben bekanntlich oft ganz eigentümlichen Geschichten. Das war am 13. Mai nicht anders. Denn Hudes Gegner in Spiel eins, die Sportfreunde Oesede II, erwies sich als extrem kampfstarker Rivale. Obwohl die TVH-Cracks mit Geschick und kühlem Kopf eine komfortable 7:1-Führung herauskitzelten, zogen sie daraus nicht den erhofften Nutzen. Die Körperspannung ließ danach unerklärlich stark nach. Fühlten sich die TVH-Spieler etwa einen Tick zu sicher? Oesede schaffte in der Schwächeperiode der Gastgeber sogar den 7:7-Ausgleich. Erst einer ganz starken Vorstellung von Moritz Tschörtner im letzten Einzel gegen Nicolas Koch-Hartke war es zu verdanken, dass die Partie nicht total kippte. Die Hausherren hatten ihr Tief überwunden. Am Nebentisch vollendete ihr Doppel Marco Stüber/Barghorn mit einem glatten 3:0 über Hinrich Buermeyer/Jan-Cristoph Appeldorn zum 9:7-Auftaktsieg.

Huder geraten unter Druck

In Spiel zwei rief dann der vermeintliche Außenseiter des Dreierfeldes, der ESV Lüneburg, eine ganz starke Leistung ab. Gegen kräftemäßig deutlich abbauende Oeseder beschwor der ESV durch ein 9:6 den Showdown gegen Hude II herauf. Die Huder waren wegen dieses Resultats zum Siegen verdammt. Denn: Nur der Relegationssieger hatte den Platz in Verbandsliga wirklich sicher. Der Zweit- und Drittplatzierte aufgrund der eher ungünstigen Verschiebungen in höheren Ligen aller Wahrscheinlichkeit nach nicht. So waren alle Huder Spieler gezwungen, nach einer mehrstündigen Pause noch einmal alles abzurufen. Aber das gelang.

Pierre Barghorn macht TVH-Sieg perfekt

„Die Pause hat uns gutgetan. Die Lüneburger indes mussten zwei Spiele am Stück austragen. Wir waren am Schluss einfach frischer“, erklärte Pierre Barghorn. Er und seine Huder Mitspieler gingen wieder mit 7:1 in Führung. Dann stellten sie sich aber wesentlich geschickter an. Ende des ersten Einzeldurchlaufs führten sie mit 8:1. Der letzte Punkt zum hochverdienten 9:4-Sieg ließ zwar länger auf sich warten, als erhofft. Doch nachdem Barghorn im mittleren Paarkreuz sein Team mit einem 3:0 über Lasse Hinrichs erlöst hatte, war die Freude entsprechend groß.