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Tischtennis-Verbandsliga Hudes Neuzugang Florian Henke und sein steiler Aufstieg

Von Andreas Giehl | 29.09.2016, 21:05 Uhr

Tabellenführer TV Hude I bestreitet in der Tischtennis-Verbandsliga in diesen Tagen zwei Spiele. Der TV Hude II empfängt ebenfalls die ambitionierte Spielvereinigung aus Oldendorf.

Die Truppe um Spitzenspieler Felix Lingenau reist an diesem Freitagabend (20 Uhr) zu Aufsteiger TuSG Ritterhude II und will sich dort natürlich schadlos halten. Am Samstag erwartet die Erste dann die Spielvereinigung Oldendorf zu einem Duell innerhalb der Spitzengruppe. Gespielt wird ab 19 Uhr in der Jahnhalle am Vielstedter Kirchweg. Direkt davor (ab 14 Uhr) fühlt die Huder Reserve Aufsteiger Oldendorf auf den Zahn.

Neuzugang Florian Henke spielt im vorderen Paarkreuz

Höher sind die Ansprüche bei den Vereinskollegen von Hude I. Das Aushängeschild präsentiert in dieser Serie nach dem Abgang von Daniel Kleinert einen neuen Spieler: Florian Henke. Ein junger Mann mit Entwicklungspotenzial für das vordere Paarkreuz. Der 20-Jährige hat im Jahr 2009 relativ spät mit dem Tischtennis begonnen. Sein Aufstieg verlief in kürzerer Zeit trotzdem steil. Zwei Viertelfinalteilnahmen bei den Landesmeisterschaften (je einmal bei den Schülern und bei der männlichen Jugend) zählen zu seinen größten Erfolgen im Nachwuchsbereich. (Weiterlesen: Männerteams des TV Hude überzeugen)

Nach den Anfängen in Löningen wechselte er zum SV Höltinghausen und spielte dort vier Jahre bei den Männern in der Bezirksliga. Im Sommer 2014 zog es ihn dann zum damaligen Bezirksoberligisten SV Molbergen. Im Nachhinein eine gute Wahl: Sein Team wurde Vizemeister und stieg über die Relegation in die Landesliga auf.

Florian Henke empfehlt sich in der Landesliga für höhere Aufgaben

In der Folgesaison 2015/16 schafften Florian Henke und Kameraden mit Platz sechs den Klassenerhalt. Er selbst konnte sich dort als junger Spieler permanent verbessern. Während er in der Hinrunde im vorderen Paarkreuz eine 9:7-Bilanz erzielte, steigerte er sich in der Rückserie sogar auf eine starke 14:4-Quote – eine erneute Empfehlung für höhere Aufgaben.

Da passte es für den Turnverein gut, dass Henke derzeit ein Studium mit paralleler Ausbildung in Hude macht. Der Wechsel zum TVH passe „natürlich wie die Faust aufs Auge“, erzählt Henke. „Ich kannte einige Spieler sowieso schon länger von diversen Trainingseinheiten.“

Florian Henke engagiert sich auch als Jugendtrainer

Zum 1. August zog Henke von Löningen nach Hude um, um so oft wie möglich zu trainieren. „Ich will mich weiter verbessern“, formuliert der Neuzugang seine Ziele. Dazu hat Henke im Spitzenpaarkreuz der Verbandsliga reichlich Gelegenheit. Beispielsweise trifft er hier auf einige „alte Haudegen“ und kann viel Erfahrung sammeln. „Gegen die“, betont er, „ist es wichtig, dass man in den entscheidenden Momenten nicht zu passiv agiert. Doch bin ich jung und traue mir diesen großen Schritt zu.“ (Weiterlesen: TV Hude verpflichtet Florian Henke)

Mit Tischtennis hat Florian Henke in seiner Freizeit genug um die Ohren. Seit seinem 16. Lebensjahr gibt er zwei bis drei Mal die Woche Jugendtraining und engagiert sich seit vier Jahren im Cloppenburger Kreiskader. Zu den Spielen am Wochenende meint er: „Gegen Ritterhude sind wir Favorit und wollen gewinnen. Titelanwärter Oldendorf wird eine schwierige Aufgabe. Da müssen wir gewaltig aufpassen, wenn wir weiter oben dranbleiben wollen.“

TV Hude II will aus Außenseiter punkten

Marc Engels, Spieler des TV Hude II, sieht mit seiner Mannschaft der Aufgabe gegen Oldendorf derweil gelassen entgegen. Sein Team ist mit 2:2 Punkten gut in die Saison gestartet. Mit Oldendorf wartet in Spiel drei jetzt ein Gegner, dem in dieser Serie allgemein viel zugetraut wird. Der Aufsteiger hat sich vor der Saison mit Tobias Jürgens (Position eins) und Kevin Kurbjuweit (Position fünf) sehr gut verstärkt.

„Wir wissen: Nominell ist Oldendorf vielleicht besser besetzt als wir. Aber das muss im Vorfeld nicht viel bedeuten. Wir werden uns reinhängen und schauen, was am Schluss herauskommt.“ Engels und Co. spekulieren also trotz ihrer Außenseiterrolle auf etwas Zählbares.