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Tischtennis-Verbandsliga Männer TV Hude genießt 1:9 gegen Oldenburger TB

Von Andreas Giehl | 09.12.2018, 18:38 Uhr

Die Spieler des TV Hude haben ihr Heimspiel gegen den Spitzenreiter der Tischtennis-Verbandsliga, den Oldenburger TB, mit 1:9 verloren. Trotzdem genossen sie die Partie gegen das OTB-Team um den ehemaligen Weltmeister im Doppel Steffen Fetzner.

Die Verbandsliga-Tischtennisspieler des TV Hude I haben ihr letztes Spiel der Hinrunde der Saison 2018/19 verloren. Gegen den hohen Meisterschaftsfavoriten Oldenburger TB war erwartungsgemäß kein Kraut gewachsen. Vor der stattlichen Kulisse von rund 80 Zuschauern in der Halle Huder Bach setzten sich die Gäste am Ende klar mit 9:1 durch.

TV Hude ist mit seinem Auftritt zufrieden

Ohne Zweifel sind Niederlagen immer in irgendeiner Form schmerzhaft. Dem 1:9 im einseitigen Derby gegen den OTB konnten die Huder trotzdem viel Positives abgewinnen. Keine Frage: Der Sieger stand aufgrund der unterschiedlichen Kräfteverhältnisse beider Mannschaften vorher fest. Es war aber auch dank der Huder ein sehenswertes Spitzenspiel. Das Publikum bereute sein Kommen nicht. Es gab viel Applaus für starke Huder Punkte gegen ehemalige National- und Bundesligaspieler. „Mit dem Spiel können wir zufrieden sein. Auch, dass ich jetzt mit Steffen Fetzner einmal gegen einen Ex-Weltmeister spielen durfte, ist nun in meinen persönlichen Lebenslauf verankert“, gab Hudes Jonas Schrader mit einem Schmunzeln zu Protokoll.

Schrader selbst hatte es kurzzeitig in der Hand, mit seiner starken Leistung gegen den Doppelweltmeister von 1989 für die größte Sensation des Samstagabends zu sorgen. In den Sätzen drei und vier hatte er den Respekt abgelegt. In Durchgang fünf lag er mit 7:4 vorn. Doch, den Triumph dicht vor Augen, begann bei ihm zunehmend das viel zitierte „Rattern im Kopf“. Ganz clever gewann Fetzner, langjähriger Sympathieträger der DTTB-Nationalequipe, noch mit 12:10. Schrader bilanzierte hinterher: „Schade, am Schluss hatte ich ein Zitterhändchen und war einfach zu zögerlich.“

Dietmar Scherf holt den Huder Ehrenpunkt

Auch in anderen Duellen fehlte seinen Teamkameraden oft das letzte Quäntchen Glück. Sehr eng war beispielsweise das Doppel von Florian Henke und Klaus Krabbe, wo jeder Satz gegen Heiko Wirkner/Steffen Fetzner mit der Minimaldifferenz von zwei Bällen Unterschied entschieden wurde. Kein Wunder, dass die OTBer deshalb schon nach rund 90 Minuten hoch mit 7:0 führten. Das Heimpublikum war deswegen nun ganz besonders auf die zwei Einzel im hinteren Paarkreuz gespannt. Hier standen die Chancen für Hudes Ersatzspieler Klaus Krabbe (gegen Malte Plache) und von Dietmar Scherf gegen Toby Schüler bei 50:50. Krabbe, zuletzt sehr formstark, holte in Satz vier einen 1:7-Rückstand auf. Im fünften Abschnitt (1:5) misslang dem Routinier ein weiteres Kunststück. Besser machte es am Nebentisch Dietmar Scherf. Mit dem 15:13-Kraftakt im letzten Satz war es tatsächlich geschafft: endlich der verdiente Ehrenpunkt für den Turnverein. Kurz darauf unterlag Florian Henke OTB-Frontmann Nicolai Popal zum 1:9-Endstand.

Huder Traum von der Vizemeisterschaft lebt weiter

„Florian hat im ersten Einzel gegen Heiko Wirkner ein paar grandiose Bälle gespielt. Nur wegen seiner starken Rückenbeschwerden kann er sich eben kaum bewegen und keinen Vorhandtopspin spielen“, erklärte Schrader. In der Tat. Eine Wettkampfpause haben Hudes Nummer zwei und der ebenfalls angeschlagene Marc Engels nun bitter nötig. So gesehen sind 13:5 Punkte und Hinrundenplatz zwei aus der Sicht des TVH ein kleines Wunder. Dank der tatkräftigen Unterstützung seitens der Ersatzspieler aus der Zweiten lebt der Traum von der Vizemeisterschaft im Frühjahr 2019 weiter.