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Tischtennis-Verbandsliga Männer TV Hude II feiert 8:8 bei Spitzenreiter OTB wie einen Sieg

Von Andreas Giehl | 26.11.2018, 14:57 Uhr

Der TV Hude II hat in der Tischtennis-Verbandsliga der Männer für eine große Überraschung gesorgt: Das gegen den Abstieg kämpfende Team nahm dem Spitzenreiter Oldenburger TB mit dem 8:8 den ersten Punkt ab.

Die Tischtennis-Verbandsliga der Männer verzeichnete am Wochenende ihre größte Überraschung in der laufenden Spielzeit. Und für diese, man höre und staune, haben ausgerechnet die Spieler vom Kellerkind TV Hude II gesorgt. Mit einer starken Leistung und „der Gunst der Stunde“ wurde dem bis dato verlustpunktfreien Tabellenführer und hohen Meisterschaftsfavoriten ein 8:8 abgetrotzt.

„Das ist einfach nur geil“, war Hudes Mannschaftsführer Finn Oestmann richtig aus dem Häuschen. Für ihn und seine Kameraden ist dieses Unentschieden im Abstiegskampf wie ein Sechser im Lotto. Dieser Punktgewinn könnte am Saisonende unter Umständen noch sehr wertvoll sein.

Nicht selten kommt es im Sport ganz anders, als man denkt. Selbst die Spieler von Hude II sprachen im Vorfeld der Partie beim Ligaschwergewicht OTB nur von „reiner Schadensbegrenzung“ als Ziel. Als dann der Vergleich in der Turnhalle am Haarenufer in Oldenburg nach rund dreieinhalb Stunden beendet war, mochten die Huder Spieler es selbst kaum glauben. Auf dem Spielbogen stand schwarz auf weiß tatsächlich ein verdientes 8:8 als Endergebnis. Die gesamte Liga horcht auf. Wie konnte das geschehen?

Oldenburger TB mit erheblichen Personalproblemen

Die Huntestädter plagten am vergangenen Samstag vor dem Nachbarschaftsduell erhebliche Personalsorgen. Ihr komplettes mittleres Paarkreuz mit Lars Brinkhaus und Steffen Fetzner fiel aus. Ersatz war nur in Form Nicklas Ackermann (unteres Paarkreuz in der zweiten Mannschaft) und Niklas Jabs (Dritte) zu bekommen. Also nicht die erste Wahl. Die Gäste nutzten diesen Aspekt und holten im hinteren Abschnitt alle vier Punkte. Sie kompensierten so ihr 0:4 im oberen Bereich gegen die zwei OTB-Topmänner Nicolai Nopal und Heiko Wirkner.

Der Schlüssel zum Erfolg für Hudes Zweite lag nun unweigerlich in der Mitte. Hier schmetterten Klaus Krabbe und Alexander Dimitriou einen 3:1-Vorteil heraus. Krabbe siegte sogar nach 0:2-Satzrückstand gegen Thuong Nguyen.

„Vielleicht hätten Alex Dimitriou und ich im Schlussdoppel gegen Popal/Schüler besser ausgesehen als Marco Stüber und Klaus Krabbe. Sie hatten bei ihrem klaren 0:3 keine Chance. Aber das ist reine Spekulation. Dieses 8:8 ist für uns trotzdem ein echter Hammer“, bilanzierte Oestmann zufrieden.