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Tischtennis-Verbandsliga Männer TV Hude II krönt Hinrunde mit 9:1 gegen TV Oyten

Von Andreas Giehl | 29.11.2016, 14:55 Uhr

Die Verbandsliga-Tischtennisspieler des TV Hude II haben eine starke Hinrunde der Saison 2016/17 mit einem 9:1-Heimsieg über den TV Oyten gekrönt. Die guten Leistungen der Spieler könnten aber dazu führen, dass das Team die Rückrunde in anderer Aufstellung bestreiten muss, da Aktive in die eigene Erste, Spitzenreiter der Liga, aufrücken.

Für die Tischtennisspieler des TV Hude II wurde der Abend nach dem 9:1-Heimsieg gegen den TV Oyten lang. Gründe für eine gesellige Runde mit bester Stimmung gab es genug: Der Sieg gegen den Tabellenvorletzten rundete eine starke Hinrunde des TVH ab. Und: Die Truppe um Spitzenspieler Marco Stüber hat mit 13:7 Punkten (Platz fünf) die Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern deutlich übertroffen. „Hätten wir gegen Oldendorf nicht einen schwachen Tag erwischt und verloren, wären wir mit fünf Minuspunkten sogar in der Spitzengruppe gelandet. Das wäre ein echtes Ding gewissen. Doch wir sind auch so mit uns hochzufrieden“, meinte Hudes Nummer drei, Marc Engels.

Huder mit Spielverlauf sehr zufrieden

Die Geschlossenheit, die die Mannschaft über die gesamte erste Halbserie an den Tag gelegt hat, ist schon beeindruckend. Ein Blick auf die Bilanzstatistik beweist das. Zwei Doppel stehen vom Wert hoch positiv. Auch die Paarung Engels/Julian Meißner, an der schwierigen Position zwei, kam am Schluss der Runde noch auf Touren. Deswegen verloren am Samstag auch die vom Abstieg bedrohten Gäste aus Oyten früh alle Hoffnungen auf eine Überraschung. Der Außenseiter war nach einem 0:3 schon angezählt. In den Einzeln gaben die Hausherren dann nur ein Match ab: Die Nummer zwei, Dietmar Scherf, unterlag gegen Rico Buchholz in drei Sätzen. „Didi war in den letzten Spielen nicht mehr so erfolgreich wie zu Beginn. Mit einer 9:9-Bilanz hat er im vorderen Paarkreuz trotzdem eine starke Serie hingelegt. Viel besser, als in der Vorsaison noch in Langförden“, lobte Engels den Teamkollegen.

Mit dem Spielverlauf waren die Huder sehr zufrieden. Mit einem 9:1-Sieg hatten sie nicht gerechnet. Die Gäste bekundeten nach dem Spiel öffentlich ihre Enttäuschung. Der Außenseiter war mit dem Ziel angereist, die Partie möglichst lange offen zu gestalten. Die Gastgeber hatten etwas dagegen. Jonas Schrader, Julian Meißner und im letzten Spiel Marco Stüber ließen sich auch von 0:2- oder 1:2-Satzrückständen nicht vom Gewinnen abhalten.

Schwierige Suche nach den richtigen Aufstellungen

Trotz des positiven Hinrundenfazits gibt es das viel zitierte „Haar in der Suppe“. Die Spieler verstehen sich untereinander bestens. Sie würden gerne in der Rückrunde in dieser Konstellation weitermachen. Aber das wird kaum möglich sein. Durch die vielen Ausfälle bei der Ersten sind die Bilanzwerte dort teilweise niedriger als die der Reserve. So muss irgendwann eine große Sitzung her, um zu klären, wie die Aufstellungen beider Mannschaften in der Rückrunde aussehen werden. Es gilt in erster Linie, Sperrvermerke zu umgehen und so zu mischen, dass die Erste weiter um die Meisterschaft mitspielen kann. Auf der anderen Seite soll die Zweite nicht so geschwächt werden, dass sie doch noch in Abstiegsgefahr gerät. Der Vorsprung von Hude II zum Relegationsplatz beträgt aber immerhin schon sechs Punkte. Schwieriger sollte es dagegen für Hude I werden, im neuen Jahr die Spitzenposition zu verteidigen. Nur Rang eins berechtigt am Schluss zum Direktaufstieg in die Oberliga. Doch es stellen sich auch Fragen: Will die Erste nach einem Jahr Abstinenz schon wieder dorthin zurück? Passen für ein erneutes Oberliga-Abenteuer die Bedingungen im Klub? Oder möchte man im Klosterort eher kleinere Brötchen backen und ist weiterhin mit zwei Verbandsliga-Mannschaften zufrieden? „Dazu kann ich mich, stand heute, nicht äußern. Was man sportlich in Hude letztendlich vorhat, darüber wird intensiv diskutiert werden. Ich hoffe nur, dass unsere Zweite im Kern so weiterspielen kann. Wir haben uns einfach alle perfekt verstanden“, erkllärte Marc Engels.

TV Hude I kann Herbstmeister werden

Es könnte aber sein, dass auch Engels (in der Mitte mit einer 13:4-Bilanz), Marco Stüber (vorn 13:7) oder andere Kandidaten für die Rückrunde in die Erste aufrücken. Oder sogar aufgrund der höheren Bilanzwerte „wechseln müssen“. Das wird spätestens zum Thema, wenn Hude I am Samstag, 3. Dezember (19.30 Uhr, Halle Hohelucht), im Heimspiel gegen den Geestemünder TV seine Vorrunde abschließt. Bei einem Sieg wären Felix Lingenau und Co. mit einem knappen Vorsprung Herbstmeister.