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Tischtennis-Verbandsliga Männer TV Hude II startet brillant in die Saison 2017/2018

Von Andreas Giehl | 25.09.2017, 19:39 Uhr

Die Tischtennisspieler des TV Hude sind glänzend in die Verbandsliga-Saison gestartet. Nach einem 8:8 gegen die TuSG Ritterhude und einem 9:1-Erfolg bei der SpVgg Oldendorf kannte die Freude keine Grenzen.

Manchmal kommt es anders, als man denkt. Vor den ersten Punktspielen der Saison 2017/2018 hatte der Tischtennis-Verbandsligist TV Hude II nicht zu Unrecht tiefgestapelt. Wussten die Aktiven doch nur zu gut um die Qualität ihrer beiden Auftaktgegner. Aber beim Turnverein griff dann jedes Rädchen ins andere. Die Freude über das 8:8 gegen die TuSG Ritterhude sowie den 9:1-Auswärtserfolg bei der Spielvereinigung Oldendorf kannte dann auch keine Grenzen. „Was soll ich dazu sagen? Ich bin vollauf begeistert von dem, was wir da abgeliefert haben“, freute sich TVH-Spitzenspieler Marc Engels.

Traum vom Sieg platzt im Schlussdoppel

Keiner der Huder, die sich selbst als Kandidaten für den Abstiegskampf zählen, hatte geglaubt, dass sie einen solchen Raketenstart hinzaubern. Die tolle Leistung beim 8:8 gegen Ritterhude bildete eine Initialzündung. Wähnten sich die Gäste am Freitag bis zum 3:1 noch auf dem Erfolgspfad, wurden sie in der Folge von entfesselt aufspielenden Hudern höchst unsanft aus der Bahn geschmissen. Reihenweise starke Einzelvorstellungen lieferten die Heimakteure und hatten gegen überraschte Gäste beim Stand von 8:5 sogar den Sieg vor Augen. Dieser Traum zerplatzte erst im Schlussdoppel, in dem sich das Huder Duo Stüber/Oestmann unglücklich mit 9:11 im fünften Satz der Kombination Binder/Pankow beugen musste. Trotzdem: Beide haben aufopferungsvoll gekämpft. „Wer hätte gedacht, dass im vorderen Paarkreuz Marco Stüber gegen Andre Binder gewinnt? Und in der Mitte unser Neuzugang Finn Oestmann so toll einschlägt und wir hier sogar 4:0-Siege einfahren? Stark im unteren Abschnitt war auch unser Brüderpaar Julian und Cedric Meißner. Die beiden nahmen zwei starken Gegnern immerhin zwei Punkte ab. Mit dem 8:8 können wir wirklich zufrieden sein“, fand Engels.

Abheben ist in Hude verboten

Am Samstag sollte diese Leistung mit dem 9:1 in Oldendorf sogar noch getoppt werden. Die SVO musste auf den verletzten Spitzenspieler Tobias Jürgens verzichten. Trotzdem verfügt die Truppe immer noch über genug Qualität, um jedem Gegner in der Verbandsliga die Stirn zu bieten. Als Beleg hierfür dient das 9:6 gegen den TSV Lunestedt II vor einigen Wochen. Gegen Hudes Zweite reichte es nicht, weil das TVH-Team erneut am oberen Limit agierte. Dazu ging der Plan einer kleinen Korrektur in der Doppelaufstellung voll auf: Die Position drei sollte gestärkt werden. Alexander Hilfer und Julian Meißner besorgten später tatsächlich die 2:1-Führung gegen Bietendorf/Rietzschel. Danach gab es kein Halten mehr. Obwohl die Oldendorfer über eine gute Mischung aus jungen Talenten und Routiniers verfügen, wurden sie in den Einzeln überrollt. Nach dem glatten Durchmarsch zum 9:1 rieben sich die Huder selbst ungläubig die Augen.

Bei aller Freude über diesen erfreulichen Saisonstart ist abheben in Hude verboten, denn diese drei Punkte sind im Augenblick nicht mehr als ein erster Grundstock auf einem langen Weg zum Klassenerhalt. In einer ausgeglichenen Verbandsliga scheint vieles möglich. Deshalb wollen die Huder fokussiert bleiben. Schon am kommenden Freitag, 29. September, wartet mit dem Heimspiel gegen die TSG Dissen die nächste schwere Aufgabe.