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Tischtennis-Verbandsliga TV Hude nach großen Kraftakt Tabellenzweiter

Von Andreas Giehl | 20.11.2018, 16:58 Uhr

Florian Henke kapituliert verletzt, Marc Engels spielt aus dem Stand – dennoch erobern die Tischtennisspieler des TV Hude Relegationsplatz zwei in der Verbandsliga zurück.

Am späten Sonntagabend waren sie alle platt. Die Doppelschicht des TV Hude in der Tischtennis-Verbandsliga hatte den ambitionierten Club die letzten Kräfte gekostet – aber auch das gewünschte Ergebnis gebracht. Der Oberliga-Absteiger arbeitete sich mit einem 9:6 beim Vorletzten Eintracht Hittfeld und einem 9:5 bei Schlusslicht Sportfreunde Oesede II auf Relegationsplatz zwei vor. Dafür mussten sich die Huder aber mit Verletzungen durchbeißen.

Hudes Mannschaftsführer Marc Engels machte auch kein Geheimnis daraus, dass die Siege teurer erkauft waren als erhofft. Sein Team muss in fast jedem Spiel die Aufstellung wechseln und ist dafür einmal mehr mit einem blauen Auge davon gekommen. „Alles ist im Moment nicht einfach für uns. Selbst die Mannschaften auf den hinteren Positionen sind in diesem Jahr kein Fallobst. Wir können froh sein, dass wir mit unseren guten Ersatzspielern aus der Zweiten einen echten Luxus genießen“, sagte Engels.

Ersatzspieler werden zu Matchwinnern

Er war selbst mit einer Knöchelverletzung angetreten, Spitzenspieler Florian Henke hatte Rückenprobleme, Ryan Farrell und Christopher Imig fielen ganz aus. Die Ersatzspieler Klaus Krabbe und Alexander Dimitriou aus der zweiten Mannschaft wurden am Ende sogar zu den Matchwinnern.

Hude hatte nach den Doppeln erwartungsgemäß mit 1:2 zurückgelegen. Nach dem 1:4 gelangen sechs Einzelsiege in Folge, der Vorsprung schrumpfte dann aber wieder auf 7:6. Krabbe und Dimitriou entschieden dann die Partie und gewannen ihre Einzel jeweils mit 3:1.

Im Sonntagsspiel in Oesede kam es noch dicker für die lädierten Huder. Wegen ihrer Verletzungen kämpften Henke und Engels vorrangig gegen sich selbst – und ihr Team war damit praktisch in Unterzahl. Erst musste Engels sein Doppel mit Jonas Schrader kampflos abschenken, dann konnte Henke im zweiten Einzel gegen Fynn Pörtner keine Gegenwehr mehr leisten. In seinen Soloauftritten musste Engels praktisch aus dem Stand spielen, er versuchte deshalb, jeden Ballwechsel schon kurz nach dem Aufschlag zu beenden. Ein hohes Risiko mit Erfolg: Er gewann trotzdem beide Einzel gegen Alexander Muschak und Ervin Kurbegovic. „Da habe ich natürlich richtig Glück gehabt“, gestand Engels später. „Ausschlaggebend gegen Oesede war, dass wir unsere Doppel besser in den Griff bekommen haben. Schwamm drüber und Hauptsache gewonnen.“ Nach den Siegen vier und fünf machte Hude zwei Plätze gut und ist mittendrin im Aufstiegsrennen.