Ein Angebot der NOZ

Titeljagd für den guten Zweck Golfer spielen um Delmenhorster Meisterschaft

Von Daniel Niebuhr | 26.05.2016, 15:34 Uhr

Für die 2. Delmenhorster Golfmeisterschaft in Dingstede hoffen die Veranstalter auf mehr als 40 Zusagen – und auf viel Geld für den guten Zweck.

Als Mitveranstalter eines Golfturniers für den guten Zweck gehört das Rühren der Werbetrommel zum Aufgabenprofil. Hans-Ulrich Salmen war am Mittwochabend auch fleißig dabei, der Stadtwerke-Chef zählte wortgewandt die Qualitäten der zweiten Delmenhorster Golfmeisterschaft auf, die am 11. Juni in Dingstede stattfindet – und berichtete auch vom Opfer, das er bringen muss. Er greife selbstverständlich auch zum Schläger, sagte Salmen: „Aber ich spiele außer der Wertung. Das wäre ja noch schöner, wenn man als Veranstalter beim eigenen Turnier absahnt.“

Sieger dürfen in den Flugsimulator

Ob die Gefahr tatsächlich bestünde, wird sich am 11. Juni zeigen. Die Stadtwerke veranstalten die offenen Delmenhorster Titelkämpfe zusammen mit der Hübner Assekuranz und der Firma RDG Gebäudeservice, den anderen beiden Hauptsponsoren. Ab 12 Uhr werden die Teilnehmer in Viererteams den 18-Loch-Platz des Golfclubs Oldenburg-Land in Angriff nehmen, das Siegerquartett erwartet neben dem Titel des Delmenhorster Stadtmeisters inklusive Goldpokal auch der Hauptpreis: eine Schulung im Flugsimulator in Bremen.

Bisher 30 Anmeldungen

Salmen hofft allerdings, dass vor allem der gute Zweck die Spieler aus der Region anlockt. 59 Euro kostet die Teilnahme, Oberbürgermeister Axel Jahnz ist als Schirmherr dafür zuständig, die Einrichtungen auszuwählen, an die das gesammelte Geld weitergegeben wird. 2015 kamen auch durch zusätzliche Spenden der Spieler 5500 Euro zusammen. „Wir wollen die Schecks direkt auf dem Platz übergeben“, sagt Salmen.

Einiges spricht dafür, dass die Meisterschaft nach der ersten Auflage mit 36 Teilnehmern nun moderat wächst. „40 plus x“ sei das Ziel in diesem Jahr, sagt Salmen – 30 Anmeldungen sind schon eingegangen. Die Chance, dass der Stadtmeister tatsächlich aus Delmenhorst kommt, ist gar nicht so groß. Rund ein Drittel der Golfer kommt erfahrungsgemäß aus der Stadt, der Rest verteilt sich auf Vereinsmitglieder aus dem Landkreis und dem Umland. „Das ist aber auch das Ziel. Die Veranstaltung soll in Delmenhorst, aber auch in der ganzen Region als feste Einrichtung etabliert werden“, erklärt Thomas Niekau vom Mitveranstalter RDG.

Kein Favorit abzusehen

Im vergangenen Jahr waren mit dem ehemaligen Bürgermeister Sascha Voigt, Werner Uhde und Moritz Gremmert drei Delmenhorster Teil des Siegerteams, dazu kam der Leeraner Holger Fahrenholz. Wer dieses Mal nach dem Titel greift, kann keiner der Veranstalter prognostizieren – das verhindert schon das Spielsystem Texas Scramble. Die Teams werden zusammengelost, die Spieler schlagen dann alle ab – und mit dem besten Ball wird weitergespielt. Nach dem nächsten Schlag folgt das gleiche Verfahren. „Außerdem ist Golf von der Tagesform abhängig“, sagt Salmen. „Es gibt Schönwetterspieler, die bei Regen nichts auf die Reihe kriegen. Und auch Trainingsweltmeister, denen im Turnier die Nerven flattern.“ Zu welcher Gattung er selbst gehört, wird man vielleicht am 11. Juni erfahren.