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Trainerfrage beim Hockey-Club Übernimmt Ulli Hader wieder die Herren des HC Delmenhorst?

Von Klaus Erdmann | 22.06.2017, 17:44 Uhr

Der Hockey-Club Delmenhorst zeigt sich mit dem kurzen Gastspiel von Trainer Robert Willig zufrieden. Das Herrenteam meldet keine Abgänge.

Nach dem achtwöchigen Gastspiel des international renommierten Trainers Robert Willig sucht der Hockey-Club Delmenhorst (HCD) für seine Herren einen neuen Coach. Denkbar ist, dass Ulli Hader, der vor Willigs Wirken als Spielertrainer für den Oberligisten verantwortlich war, wieder Regie führt. Hader, Trainer der Damen und Mitglied der Führungsetage (Vertreter Vorstand Erwachsenenhockey) wäre dann Nachfolger seines Nachfolgers.

Vorschläge aus dem Spielerkreis

„Ulli ist eine Option“, bestätigt Frank Neubauer, verantwortlich für Marketing und Kommunikation. A-Lizenz-Inhaber Hader verfüge schließlich über Know-how und Wissen. „Er ist nicht außen vor, sondern involviert. Schließlich sind wir mit ihm nicht unzufrieden“, betont Neubauer. Eine Möglichkeit sei, dass Hader, der jetzt beruflich stärker beansprucht sei, durch einen Co-Trainer entlastet würde.

Neubauer führt aber auch aus, dass man mehrere ergebnisoffene Gespräche führe. „Wir wollen nicht über die Köpfe der Spieler hinweg entscheiden. Wir haben die Mannschaft mit ins Boot geholt und Vorschläge bekommen“, berichtet der Vorständler. Er gehe davon aus, dass man den neuen Trainer in „ein, zwei Wochen“ präsentieren“ könne.

Willig, der vom Club zur Vahr zum HCD kam, lenkte die Geschicke der Herren während der letzten sechs Spiele. Team und Trainer holten sieben Punkte und verhinderten den Abstieg.

Lob für Willigs Taktikkenntnisse

„Das Fazit fällt positiv aus“, sagt Neubauer. „Gerade in den letzten Spielen konnte man die Handschrift von Robert Willig, der von Anfang an gesagt hat, dass er wohl nur bis zum Saisonende bleibt, erkennen. Er hat die taktische Ausrichtung verbessert.“ Der Plan, neue Impulse zu setzen und die Spieler aus der Lethargie zu wecken, sei aufgegangen. Willig: „Die Arbeit hat mir sehr viel Spaß gemacht.“ Ein Wermutstropfen sei die unbefriedigende Trainingsbeteiligung gewesen, so der Routinier, den es in die Pfalz zieht und der demnächst verstärkt in der Trainerausbildung arbeitet.

Abgänge scheinen zur Zeit beim HCD kein Thema zu sein. „Es gibt von den Spielern keine aktuellen Aussagen“, sagt Frank Neubauer. A-Jugendliche rückten auf und steigerten den Konkurrenzkampf. Man sehe sich aber auch nach externen Verstärkungen um.