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Trainerwechsel im Abstiegskampf SV Tur Abdin trennt sich von Helmut Klußmann

Von Daniel Niebuhr | 03.05.2017, 14:43 Uhr

Fußball-Bezirksligist SV Tur Abdin beendet fünf Spieltage vor Schluss die Zusammenarbeit mit Trainer Helmut Klußmann – und hofft auf einen letzten Impuls im Abstiegskampf.

Helmut Klußmann ist nicht mehr Trainer des Fußball-Bezirksligisten SV Tur Abdin. Die abstiegsbedrohten Delmenhorster haben sich fünf Spiele vor Schluss von Klußmann getrennt, Daniel Yousef übernimmt das Team erneut als Interimscoach. Vorangegangen war ein gemeinsames Gespräch, wie Vorsitzender Wahib Yousef berichtet: „Wir waren uns einig, dass es so nicht weitergehen kann. Das hat nichts mit Helmuts Arbeit zu tun, wir mussten nur einen Schlussstrich ziehen. Vielleicht geht jetzt ein Ruck durch die Mannschaft.“ Klußmann erklärt: „Man wollte den Spielern wohl die Alibis nehmen.“

Kritik an der Mannschaft

Tur Abdin steht seit November auf einem Abstiegsplatz. Nach zuvor drei Siegen in Folge hatte das Team am Sonntag ein schmerzhaftes 0:4 gegen den TuS Obenstrohe kassiert. Klußmann hatte ohnehin die Entscheidung getroffen, nach der Saison den Verein zu verlassen. Er monierte unter anderem die schwache Trainingsbeteiligung und den fehlenden Teamgeist. „Vielen fehlt entweder die taktische Ausbildung oder die Bereitschaft, sich einer gemeinsamen Strategie unterzuordnen“, sagt Klußmann, der zugibt, „dass das frustrierend sein kann“.

Yousef kündigt Umbruch an

In der Hinrunde hatte schon der damalige Trainer und Teamchef Stefan Keller das Handtuch geworfen, auch er hatte ähnliche Kritik geäußert. Wahib Yousef hofft nun auf einen neuen Impuls im Abstiegskampf. „Die Spieler müssen jetzt aufwachen. Vielleicht schaffen wir es noch“, sagt der Clubchef, der im Sommer aber so oder so viel Arbeit hat: „Wir brauchen einen Umbruch. Wir werden genau schauen, wer mitziehen will und wer nicht.“

Der Endspurt beginnt am Sonntag um 15 Uhr mit dem Spiel gegen den fünftplatzierten Nachbarn VfL Stenum. Am vorletzten Spieltag treffen die Delmenhorster noch auf den Hauptkonkurrenten FC Rastede.