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Trennung von Uwe Buchmeier Mete Döner übernimmt Hicretspor I

Von Frederik Böckmann | 01.03.2015, 16:36 Uhr

Fußball-Kreisligist KSV Hicretspor kommt nicht zur Ruhe: Mete Döner hat mit sofortiger Wirkung den Trainerposten von Uwe Buchmeier übernommen. Döner war zuvor Spielertrainer beim KSV II, dessen Mannschaft sich am Freitag vom Spielbetrieb aus der 1. Kreisklasse abgemeldet hatte.

Er hatte zwei Wochen hin und her überlegt, Vor- und Nachteile abgewägt, am Freitag gab Mete Döner dann sein Okay: Der 34-Jährige wird neuer Trainer beim Fußball-Kreisligisten KSV Hicretspor. Döner löst fünf Tage vor dem wichtigen Spiel beim VfL Wildeshausen II auf Bitte des Vorstandes überraschend Uwe Buchmeier ab, der das Amt beim KSV erst Ende November angetreten hatte und damit nur in zwei Begegnungen (ein Sieg, eine Niederlage) auf der Bank saß. Döner war die letzten zweieinhalb Jahre Spielertrainer beim KSV II, der sich am Freitag vom Spielbetrieb in der 1. Kreisklasse abgemeldet hatte. 

Keine leichte Entscheidung für Döner

„Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen. Ich wollte eigentlich mit meiner Mannschaft noch den Klassenerhalt schaffen. Aber die erste Mannschaft geht vor, das ist unser Vorzeigeteam“, erklärte Döner. Aufgrund von akutem Spielermangel in beiden Teams war der KSV-Vorstand zu dem Entschluss gekommen, dass sich eine der beiden Mannschaften vom Spielbetrieb abmelden sollte – es traf KSV II.

Buchmeier im Stich gelassen

„Uwe wurde von der Mannschaft im Stich gelassen. Er hatte einfach zu wenig Spieler, um vernünftig zu arbeiten“, sagte Döner. Dabei war Buchmeier Anfang Januar bei den Hallenturnieren Delme-Cup und Mustafa-Tütüncü-Cup noch voller Tatendrang und hatte dort die Verpflichtung von vier neuen Spielern verkündet. Am Ende machte laut Döner aber keine einziger den Weg zum KSV.

Neuer Trainer verlangt bessere Einstellung

Döner will nun sieben, acht Spieler aus seinem alten Kader hochziehen. Sie sollen zusammen mit den zwölf verbliebenden KSV-I-Akteuren das neue Gerüst des Kreisliga-Teams bilden. Döner glaubt, dass der Klassenerhalt für den Kultur- und Sportverein schwer werden wird. „Wir brauchen ein kleines Wunder.“ Das sagt Döner, obwohl Hicret als 13. noch fünf Vorsprung vor den Abstiegsrängen hat. Döner verlangt Mentalität, Einstellung und Leidenschaft von seiner neuen Mannschaft. Das habe er bei einigen KSV-I-Akteuren vermisst.

Einige Spieler sollen endlich „in die Pötte kommen“

„Die Harmonie in der Mannschaft war schlecht, die Chemie hat nicht gepasst“, sagt Döner, der am Freitag seine erste Einheit leitete. „Einige Spieler müssen für den Abstiegskampf endlich mal in die Pötte kommen“, forderte Döner und kündigte an, die Spieler an die „harte Leine“ zu nehmen. Das gelte besonders für die Disziplin. Hicretspor hatte in der vergangenen Halbserie mehrmals für unrühmliche Vorfälle auf und neben dem Feld gesorgt. „Wir wollen uns als Mannschaft fair präsentieren. Wer sich nicht daran hält, ist bei mir ganz schnell raus“, sagte Döner. Einen Überblick über seine neue Mannschaft will sich Döner am Dienstag in einem Testspiel bei Heiligenrode verschaffen.