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TS Hoykenkamp Lennard Timmermann legt Handball-Pause ein

Von Heinz Quahs, Heinz Quahs | 31.05.2016, 22:06 Uhr

Lennard Timmermann, zuletzt spielender Interimstrainer bei den Landesliga-Handballern der TS Hoykenkamp, legt eine Handball-Pause ein.

Neuzugänge für die kommende Spielzeit gibt es bei der TS Hoykenkamp noch keine, zudem steht der spielende Interimstrainer des letzten Saisondrittels den Landesliga-Handballer vorerst nicht mehr zur Verfügung: Lennard Timmermann will Abstand vom Handball allgemein und im Besonderen von der Mannschaft bekommen, um den Kopf wieder frei zu bekommen, wie er gegenüber dem dk erklärte. Ob er wieder als Spieler beim Dritten der vergangenen Saison einsteigen wird, lässt der Rückraumspieler noch offen. Timmermann gibt sein Amt bekanntlich an Frank Kessler (ehemals TuS Haren) ab.

Timmermann sprang während der Saison als Interimscoach für Jörn Franke ein, der nach einer Spielerrevolte gefeuert wurde. Die Trennung von Franke kommentiert Timmermann im Rückblick so: „Es ist schon verrückt: Da steht die Mannschaft in der Spitzengruppe, spielt um den Aufstieg mit und schmeißt den Trainer raus.“ Dabei hatten sich alle Spieler vor Saisonbeginn klar für den Aufstieg ausgesprochen.

Linde, Petersen und Streckhardt überzeugen

Lob und Tadel verteilte Timmermann an einige Spieler: Keeper Jan-Luca Linde, der sich neben „Oldie-Keeper“ Gregor Kleefeldt zu einer festen Größe etabliert und unter Franke stark verbessert, auch wenn er manchmal zu emotional agiert; der spielstarke und torgefährliche Kyan Petersen, der aus der Mannschaft, nicht mehr wegzudenken ist, sich manchmal aber auch verzettelte; und Tim Streckhardt, dessen Trainingseifer und sein Einsatz in den Spielen waren immer vorbildlich war.

Pechvögel waren der junge Janko Freiwald, der sich in der vergangenen Saison gleich zwei Mal das Kreuzband riss. Auch der 42-jährige Kleefeldt zog sich bei einer Abwehraktion einen Kreuzbandriss zu und wird nach seiner Operation nun ebenfalls längere Zeit ausfallen. Kurios: Mit Routinier Niko Skormachowitsch (39) war ausgerechnet der älteste Feldspieler als einziger in allen Partien dabei.