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TSV richtet Ganter-Pokal aus Trampolinturner überzeugen in Ganderkesee

Von Lars Pingel | 22.06.2015, 18:00 Uhr

171 Trampolinturner haben am Ganter-Pokal teilgenommen, den der TSV Ganderkesee zum fünften Mal ausrichtete. Das Organisationsteam um Stephanie Ramke zog eine positive Bilanz der Wettkämpfe. Julia Einemann feierte den einzigen Sieg für den gastgebenden Verein.

Langeweile konnte nicht aufkommen. Der verdiente Applaus für die Übung eines Trampolinturners war in der Halle Am Steinacker in Ganderkesee kaum verklungen, da ging es auf dem zweiten Gerät mit Saltos und Schrauben weiter. Das sorgte für Kurzweil beim Zuschauen und machte es dem Organisationsteam des Ganter-Pokals um die Leiterin der Trampolin-Abteilung des TSV Ganderkesee, Stephanie Ramke, möglich, einen Wettkampf mit 171 Aktiven an einem Tag zu beenden. Diese traten in der Einsteiger- und der Leistungsklasse an. Dort ging es in verschiedenen Altersklassen um die Siegerpokale. Die gingen fast ausnahmslos an Sportler aus Vereinen, die in Ganderkesee zu Gast waren. Einzige TSV-Turnerin auf der obersten Stufe des Siegertreppchens war Julia Einemann, die in der Einsteigerklasse der Schülerinnen der Jahrgänge 2004/2005 gewann.

Wettkämpfe auf hohem Niveau

Die sechs- bis 18-jährigen Turnerinnen und Turner boten starke Leistungen, lobte Ramke. „Das Niveau war gut, auch in den unteren Leistungsklassen“, sagte Ramke. Das lag daran, dass „bis auf einen“ alle niedersächsischen Vereine, die leistungsorientiert trainieren, gemeldet hatten. Dazu kamen viele starke Sportler aus Bremen. In der Breite, erzählte Ramke, „könnte das Niveau aber wieder besser werden“. Hinter der Spitze klaffe oft eine große Lücke. „Es gibt einfach weniger Sportler, die auf dem ganz hohen Niveau turnen können. Das betrifft alle Vereine.“

Über den Vorkampf ins Finale

Alle Turner absolvierten im Vorkampf eine Pflicht- und eine Kür-Übung mit je zehn Elementen. Die besten qualifizierten sich für die Finals, in denen erneut eine Kür gezeigt werden musste. In den Leistungsklassen ergaben sich die Platzierungen aus der Wertung des Finals, in den Einsteigerklassen wurden alle Ergebnisse addiert.

Anna-Lena Scholz auf Platz drei

Die beste Einzelwertung in den Leistungsklassen erhielt Carlotta Amedick vom TuS Bloherfelde. Sie war im vergangenen Dezember bei der Jugend-Weltmeisterschaft in den USA 14. geworden, in Ganderkesee gewann sie den Wettkampf der Schülerinnen der Jahrgänge 2000/2001 mit 34,800 Punkten, die sie für ihre Kür erhielt. Die Oldenburgerin turnte die höchsten Schwierigkeiten. Gut schlug sich in diesem Wettkampf Anna-Lena Scholz vom TSV Ganderkesee, die mit 32,400 Punkten Dritte wurde.

TSV-Turnerinnen sind nervös

„Im Großen und Ganzen können wir zufrieden sein, auch wenn nicht alles so funktioniert hat, wie wir uns das gewünscht hatten“, sagte Ramke, die auch zum TSV-Trainerteam gehört, über das Abschneiden ihrer Schützlinge. „Wir sind mit vielen Turnerinnen angetreten, die wir an die Leistungsklassen heranführen wollen. Sie haben erst ihren ersten oder zweiten Wettkampf gegen so starke Konkurrentinnen absolviert“, erklärte Ramke. „Da ist es klar, dass nicht alles klappt. Außerdem waren sie auch noch sehr nervös.“ Hinzu käme, dass der Ganter-Pokal der letzte Einzel-Wettkampf vor den Sommerferien gewesen sei, erklärte Ramke. Den hätten einige ihrer Turnerinnen dazu nutzen wollen, sich mit schwereren Übungen zu präsentieren. Die nächsten Wettbewerbe seien Synchron- und Doppelmini-Meisterschaften.

Turner des Delmenhorster TV auf dem Siegerpodest

Den Sprung aufs Siegertreppchen schafften auch drei Aktive des Delmenhorster TV. In der Leistungsklasse Jugendturnerinnen (1997-1999) wurde Fenja Feist, die nach dem Vorkampf in Führung gelegen hatte, mit den 31,400 Punkten für ihre Final-Kür Zweite. Fabienne Leitner (28,800) wurde in dieser Klasse Dritte. In der Leistungsklasse der Schüler (2002 und jünger) erhielt der Delmenhorster Vincent Hartwig im Finale 24,600 Punkte und wurde damit Zweiter.

Turnier wird wieder stattfinden

„Es war ein schöner Tag“, sagte Ramke über den Ganter-Pokal, den der TSV zum fünften Mal veranstaltet hatte. „Der Wettkampfverlauf war super, alles hat reibungslos geklappt. Es spricht also nichts dagegen, dass er wieder stattfinden wird.“