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Tur Abdin müht sich vergebens Delmenhorster trennen sich von GVO Oldenburg mit 0:0

Von Klaus Erdmann | 28.02.2016, 22:03 Uhr

Die Bezirksliga-Fußballer des SV Tur Abdin Delmenhorst haben sich an diesem Sonntag im Stadion von GVO Oldenburg mit einem 0:0 getrennt. Die Mannschaft von Abdin-Trainer Andree Höttges stand in Abschnitt eins dicht vor der Führung. Spielerische Elemente waren Mangelware.

Ergebnis (0:0), Spielniveau (nicht sehr hoch) und Beschaffenheit des Arbeitsplatzes (holprig) – irgendwie hat an diesem Sonntag im Stadion, in dem die Fußball-Bezirksligisten SV Tur Abdin und GVO Oldenburg antraten, alles zusammengepasst. Die Delmenhorster stellten die überlegene Mannschaft und mühten sich vorbildlich, aber vergebens. So lautete das Ergebnis wie bereits vor einer Woche beim Heidmühler FC 0:0.

Angesichts des schwer bespielbaren Platzes wussten Fußball-Feinschmecker von Anfang an, dass sie nicht bedient werden. „Das war kein schöner Fußball“, sagte Tur Abdins Trainer Andree Höttges. „Aber wir brauchen Punkte und dann geht es nicht um Schönheit.“ Angesichts der Platzverhältnisse meinte er, dass er nicht wisse, warum vor einer Woche gespielt worden sei. Das könne er nicht nachvollziehen.

Tur Abdin hat die ersten Chancen

Nach verteiltem Spiel erarbeitete sich Tur Abdin nach einer halben Stunde die ersten (und besten) Gelegenheiten. In der 27. Minute tauchte Martin Demir freistehend vor Lasse Dworczak auf, scheiterte jedoch am Torwart der Oldenburger, ehe Mannschaftsführer Patrick Warns die Situation endgültig bereinigte. Nur eine Minute später hatte Michael Sen mit einem Schuss gegen den Außenpfosten Pech. In der 33. Minute stand Roman Seibel vor dem Führungstreffer, doch er fand in Dworczak seinen Meister. Tur Abdin kam in Hälfte eins zu einem klaren Chancen-Plus, vermochte dieses jedoch nicht in Tore umzumünzen. Echte GVO-Möglichkeiten gab es nicht.

100 Zuschauer

Nach dem Wechsel setzte sich der von Ralf Voigt trainierte Gast besser in Szene. Nach 48 Minuten verzog Tammo Künkenrenken in aussichtsreicher Position. Oldenburg verstärkte die Bemühungen im Offensivbereich, kam jedoch nicht zu zwingenden Chancen. In der 90. Minute bot sich dem Hausherr die letzte Möglichkeit: Der eingewechselte Manuel Karli schoss den Ball, obwohl er am Boden lag, auf das Tor, doch Schlussmann Dworczak vermochte im letzten Augenblick einen Gegentreffer zu verhindern.

Die 100 Zuschauer erlebten ein Treffen, das durch viele Unterbrechungen geprägt wurde. Das lag weder an der überharten Spielweise der Kontrahenten, noch an Schiedsrichter Tim Otten, der viel Arbeit hatte und seine Aufgabe gut erledigte. Vielmehr führten viele intensive Zweikämpfe zu den kleinen Pausen. Und: Der holprige Platz ließ viele Bälle verspringen, erschwerte einen zielführenden Spielaufbau deutlich.

Trainer Höttges lobt Kampfgeist

„Wir haben es in der ersten Halbzeit versäumt, ein Tor zu machen“, blickte Höttges auf die großen Chancen zurück. Ausdrücklich lobte der Coach das Team, das als Tabellenzwölfter drei Punkte Vorsprung gegenüber dem ersten Abstiegsplatz aufweist, für dessen Kampfgeist.