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Turnier des RV Leichttrab Wildeshausen Frederik Geue vom RC Hude lässt Profis hinter sich

Von Katrin Brandes und Lars Pingel | 02.05.2017, 19:48 Uhr

Der 14-jährige Frederik Geue vom RC Hude hat eine Zeitspringprüfung der Klasse M* im Spring- und Dressurturnier 2017 des RV Leichttrab Wildeshausen gewonnen. Er ließ erfahrene Profireiter hinter sich.

Frederik Geue strahlte, als er am Samstagnachmittag mit einer großen grünen Plastiktasche über den Abreiteplatz der Anlage des RV Leichttrab Wildeshausen am Fillerberg in Richtung des LKW-Parkplatzes ging. Der 14-Jährige vom RC Hude hatte aber auch allen Grund, sich zu freuen: In der Tasche lag der Ehrenpreis für den Sieger einer Zeitspringprüfung der Klasse M*. Die goldene Schleife, mit der dieser ebenfalls ausgezeichnet wurde, hatte er etwa eine Stunde zuvor noch im Sattel von Cashmere Touch erhalten. Damit waren das Talent und die neunjährige Stute für eine starke Leistung geehrt worden, die sie im Parcours geboten hatten. Die beiden bewältigen ihn fehlerlos – Hindernisfehler wären in dieser Prüfung mit vier Strafsekunden bewertet worden – und in der schnellsten Zeit. An ihre 65,30 Sekunden kamen viele erfahrene Reiter, darunter auch Profis, nicht heran.

Spannend wurde es für Geue, der als 15. Starter in den Parcours gegangen war, noch einmal, als der britische Berufsreiter Chad Fellows vom RV Oldenburger Münsterland als 31. und letzter Teilnehmer auf dem Springplatz unterwegs war. Doch auch ihm gelang es mit Conthanne nicht, die Zeit des Huder Talents zu unterbieten. 66,29 Sekunden bedeuteten für Fellows Rang zwei. An Geues Freude über den glänzenden Ritt hätte sich wahrscheinlich auch nichts geändert, wenn er „nur“ Zweiter geworden wäre. So war der Tag aber natürlich perfekt. „Es hat alles Spaß gemacht“, erzählte der 14-Jährige dann am Rande des Abreiteplatzes über seinen Ritt: „Es war einfach eine tolle Runde.“ Seit einem Jahr reitet er Cashmere Touch in Turnieren. Von Anfang an treten die beiden zusammen in Prüfungen auf M-Niveau an. Trainiert wird Frederik Geue von seinem Vater Stephan Geue, selber ein sehr erfolgreicher Springreiter und Coach. Der betreute seinen Sohn natürlich auch am Fillerberg. „Er war stolz“, erzählte Frederik Geue, wie sein Vater auf den Ritt reagiert habe: „Er hatte nichts daran auszusetzen.“

Goldene Schleife für Lars Berenz vom RuFV Schönemoor

Geue war einer der vielen Reiter aus Vereinen aus dem Kreisreiterverband Delmenhorst, die das dreitägige Turnier in Wildeshausen bei gutem Frühlingswetter zum Start in die Grüne Saison nutzten. Der erste Tag, der Freitag, stand ganz im Zeichen von Jungpferdeprüfungen, die größtenteils von Profireitern des RV Oldenburger Münsterland und vom Lokalmatadors Sören Pedersen dominiert wurden. Die Kreisreiter starteten am Samstag durch. Lars Berenz vom RuFV Schönemoor sicherte sich auf Cracker in der Springprüfung der Klasse A* die goldene Schleife (0.00 Fehler/51,17 Sekunden). Er lag souverän vor zwei Reiterinnen des RV Ganderkesee: Alina Hische wurde auf Whoopie Zweite (0.00/55,22) vor Laura Lorenz auf Knossos (0.00/55,67). Deren Vereinskameradin Anna Lena Jerzembeck belegte auf Lascada in der ersten Abteilung einer Springprüfung der Klasse L den ersten Platz. .

Ganderkeseer Torsten Hische gewinnt Zwei-Phasen-Prüfung

In der Dressur der Klasse A* freute sich Neele Alpen vom RuFV Wüsting auf Legulas über Rang drei mit der Wertnote 6.9. Tanja Hoinke-Spille vom RSV Schierbrok auf Traviata teilte sich mit Christina Schmidt vom RuFV Wöschenland auf Cappuccino mit der Wertnote 6.8 den fünften Rang. Der Sieg ging an Judith Langfermann vom RV Visbek mit Farinello (7.50). In der Klasse L belegten Schmidt und Cappuccino noch einmal Rang fünf (6.60) gefolgt von Hoinke-Spille und Traviata auf Rang sieben (6.50). Diese Prüfung gewann Carsten Willms vom RV Höven auf Zerafina (7.50).

Am letzten Turniertag platzierten sich zwei KRV-Reiterinnen in der höheren Dressur der Klasse M*. Vielseitigkeitskoryphäe Ina Tapken vom RV Ganderkesee sicherte sich auf Lexikon mit der Wertnote 7.0 Rang vier. Savina Täuber-Wucharz vom RSV Schönemoor wurde mit Fio’s Rubiosa Sechste. Thordis Kampmann von der TG Weser-West wurde in der höchsten Dressurprüfung der Veranstaltung mit Rigo’s Riptide Erster (7.80). Und auch für Ganderkeseer Springreiter verlief der Sonntag erfolgreich: Torsten Hische siegte auf Lexi in der zweiten Abteilung der Zwei-Phasen-Prüfung der Klasse L vor Jenny Tönjes mit Armani, außerdem kamen Hische und Lexi in einer Springprüfung Klasse M* auf Rang zwei. Jasmin Lebert musste sich in der zweiten Abteilung der Zwei-Phasen-Prüfung nur dem Doppelsieger Paraic Kenny (RV Oldenburger Münsterland) geschlagen geben. Lebert erreichte mit Loulou Platz drei.

Govet Triggol gewinnt S-Springen mit Siegerrunde

Höhepunkt und Abschluss des Turniers war die Springprüfung der Klasse S mit Siegerrunde. Die neun schnellsten fehlerfreien Paare des ersten Umlaufs erreichten die Siegerrunde. Sie sorgten für ordentlich Spannung. Govet Triggol vom RuRV Schwarme wurde dort mit Wolke (0.00/32.61) mit acht Hundertstelsekunden Vorsprung vor Sören Pedersen (TG Wohlde) mit Tailormade van de Fruitkorf (0.00/32,68) Erster. Rang drei sicherte sich Rolf Moormann vom RV Ahlhorn auf Samba de Janeiro (0.00/33,60). Ina Tapken platzierte sich mit Burghley (4.00/36,91) als Achte.