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Turnier in Luhmühlen Sandra Auffarth nach Dressur nicht auf vorderen Plätzen

Von Lars Pingel | 16.06.2018, 00:29 Uhr

Vielseitigkeitsweltmeisterin Sandra Auffarth startet in der Drei-Sterne-Prüfung des internationalen Turniers in Luhmühlen mit zwei Nachwuchspferden. Sie sollen Erfahrungen sammeln.

Sandra Auffarth vom RV Ganderkesee hat bei ihrer Teilnahme an der internationalen Vielseitigkeitsprüfung in Luhmühlen vor allem die Zukunft im Blick. Zwei Nachwuchspferde, die achtjährige Oldenburger Stute Daytona Beach und der neunjährige Selle-Français-Wallach Viamant du Matz sollen in der Drei-Sterne-Prüfung der traditionsreichen Veranstaltung in der Lüneburger Heide Erfahrungen sammeln, hatte Auffarth schon vorher gesagt. Es ginge darum, dass die beiden eine große Veranstaltung kennenlernen, bestätigte sie dies am Freitag nach der ersten Teildisziplin, der Dressur.

Wie wichtig es für die Pferde ist, Erfahrungen in solch großen Wettbewerben zu haben, war bereits an den ersten beiden Turniertagen zu sehen. Unter den ersten Zehn der Gesamtwertung der Prüfung ist nur eines jünger als zehn Jahre: Carjatan S (9), mit Christoph Wahler (Bad Bevensen) auf Rang acht (26,80 Minuspunkte).

Nachwuchspferde etwas nervös

Daytona Beach, mit der die Doppelweltmeisterin Auffarth zuletzt zwei Siege in Zwei-Sterne-Prüfungen gefeiert hatte, zeigte sich bei ihrer Premiere auf dem nächsthöheren Niveau von der Atmosphäre in dem großen Stadion sehr beeindruckt: Sie wurde nervös, machte einige Fehler (51,1 Minuspunkte). Auffarth wird daher mit der Stute nicht im Gelände starten, um sie zu schonen.

Mit Viamant du Matz war Auffarth bereits am Donnerstag in das Dressurviereck geritten. In einen gelungenen, harmonischen Ritt schlichen sich allerdings zwei Fehler ein, die eine deutlich bessere Wertung als die 66,73 Prozent – umgerechnet auf die Vielseitigkeit 33,90 Minuspunkte – kosteten (Rang 34 in der internationalen Gesamtwertung).

Julia Krajewski (Warendorf) ritt am Freitag mir ihrem zwölfjährigen Samurai du Thot die beste Dressur: 80,10 Prozent. Das sind 19,90 Minuspunkte. „Ich bin sehr glücklich“, sagte sie und lobte ihren französischen Wallach: „Er hat das so gut gemacht, wie er kann.“ Sie habe im Viereck gemerkt, dass sie und ihr Pferd alle Lektionen gut präsentierten. Sie sei dennoch „sehr überrascht“ gewesen, dass die Wertung so gut war. „Ich hatte keine Ahnung, sonst konnte man das auf der Anzeigetafel schon mal sehen“, erklärte die 29-Jährige, die im vergangenen Jahr mit dem Zwölfjährigen die Vier-Sterne-Prüfung gewonnen hatte. Hinzu kommt, dass die „Dressur nicht unbedingt seine Stärke ist“. Er sei „eher ein Springpony“, ergänzte sie lachend. Sein Stockmaß beträgt „nur“ 1,60 Meter. Er könne sich aber sehr gut konzentrieren und „will immer alles richtig machen“, erklärte Krajewski, wie das Ergebnis dann doch möglich wurde.

Julia Krajewski knapp vorn

Der Vorsprung von Krajewski ist gering. Bettina Hoy (Warendorf), deren Dressur mit 78,85 Prozent bewertet wurde, hat mit dem 14-jährigen Designer nur 1,3 Minuspunkte mehr auf ihrem Konto (21,20). Dritte ist Ingrid Klimke (Münster) mit dem ebenfalls 14-jährigen SAP Hale Bob (78,08/21,90). Michelle Kenny (Irland) mit Carlchen (23,90) hat Rang vier inne. An diesem Samstag, 13.45 Uhr (N3/ab 15.40 Uhr), wird die Prüfung mit dem Geländeritt fortgesetzt. Die Entscheidung fällt am Sonntag ab 13.20 Uhr (N3/14.15 Uhr) im Springparcours.

In der Vier-Sterne-Prüfung belegt Tim Lips (Niederlande) nach der Dressur Platz eins. Mit Bayro weist er 24,10 Minuspunkte auf.