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TV Neerstedt Neerstedter Handballerinnen wollen oben mitspielen

Von Heinz Quahs | 08.09.2016, 10:36 Uhr

Nach langer Vorbereitung will der TV Neerstedt – trotz namhafter Abgänge – in der Landesliga der Handballerinnen oben angreifen.

Wenn sich Glück und Unglück im Sport tatsächlich abwechseln, darf der TV Neerstedt für die kommende Landesliga-Saison wohl guter Dinge sein. Denn dann hätten die Handballerinnen ihr Pech schon in den Testspielen aufgebraucht. Erst verloren sie das Finale des Turniers in Morsum durch einen Siebenmeter in letzter Sekunde, dann schieden sie im HVN/BHV-Pokal gegen den VfL Oldenburg IV beim 19:20 auch erst in den Schlusssekunden aus.

Junge Neuzugänge

Trainer Maik Haverkamp und sein neuer Assistent Michael Kolpack haben trotzdem Anlass zur Zuversicht, sie schickten ihre Spielerinnen durch eine anstrengende, zweimonatige Vorbereitung mit drei Einheiten pro Woche, in der ihr Team eine stetig ansteigende Form zeigte. Die Abgänge von Lisa Busse und Katharina Stuffel – beide waren schon mit Zweitspielrecht für die HSG Hude/Falkenburg aktiv und wechselten nun nach Hude – wiegen schwer. Die externen Neuen – Kirsten Kurok vom TV Cloppenburg, Sharleen Siemers von der HSG Delmenhorst und Torhüterin Rieke von Seggern von der TSG Hatten-Sandkrug – sind aber jung und angriffslustig.

Haverkamp will eine Einheit formen

Das gilt auch für Stefanie Hanuschek, die beinahe ebenfalls ein Neuzugang ist. Ihr Wechsel zum Oberliga-Aufsteiger SG Findorff stand eigentlich schon fest, nun bleibt sie allerdings doch in Neerstedt.

Dass sie dort in absehbarer Zeit auch in der Oberliga spielen kann, ist zwar nicht unmöglich, in dieser Saison ist der Aufstieg aber kaum realistisch. Mit Vorwärts Nordhorn und der SG Friedrichsfehn/Petersfehn sind zwei Absteiger neu dabei, Meister SG Neuenhaus/Uelsen ist auf eigenen Wunsch in der Landesliga geblieben. Neerstedt war zuletzt Dritter und orientierte sich in der Vorbereitung mit etlichen Spielen gegen Oberligisten an höherklassigen Gegnern. „Unser Ziel ist es, erneut oben mitzuspielen“, sagt Haverkamp. Er hofft auf einfache Tore über die erste und zweite Welle, eine der Neerstedter Stärken zuletzt. Vor allem will er aus seinem Kader rasch eine Einheit formen: „Wenn wir es schaffen, schnell wieder ein Team zu werden und mit positiven Ergebnissen in die Saison zu starten, können wir in der Spitzengruppe dabei sein.“ Erster Gegner wird in Neerstedt am Sonntag ab 17 Uhr der Wilhelmshavener HV sein.