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Handball-Oberliga Frauen TV Neerstedt fehlt auch ein Quäntchen Glück

Von Heinz Quahs | 09.02.2020, 17:49 Uhr

Die Oberliga-Handballerinnen des TV Neerstedt haben gegen die SG Friedrichsfehn/Petersfehn eine kämpferisch starke Leistung geboten. Trotzdem verloren sie ihr Heimspiel knapp.

Die Oberliga-Handballerinnen des TV Neerstedt haben ein weiteres Erfolgserlebnis nur knapp verpasst. Eine Woche nachdem das Tabellenschlusslicht in eigener Halle gegen die SG Findorff (20:20) den ersten Pluspunkt der Saison 2019/20 eingefahren hatte unterlag es am Samstag auf heimischen Parkett gegen die SG Friedrichsfehn/Petersfehn mit 25:27 (11:11). "Wir konnten das Spiel bis zum Ende hin offen gestalten", sagte Maik Haverkamp, der mit Michael Kolpack das TVN-Trainerduo bildet, über die Partie, in der seine Spielerinnen kämpferisch und über weite Strecken auch spielerisch mit dem Siebten gleichwertig gewesen waren: "Es war einfach mehr drin, doch am Ende fehlten die nötige Konzentration und ein wenig auch das Quäntchen Glück, dass man braucht, wenn man unten steht."

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TV Neerstedt: Huntemann, von Seggern; Albes 8, Blacha 2, Hanuschek 1, Lösekann 3, Rangnick 2, Rippe, Sempert 2/2, Struß 5, Stuffel, van Dreumel (2). SG Friedrichsfehn/Petersfehn: Tempelmann; Genz, Janca 3, Kampers 2, Koopmeiners, Kuhlmann 2, Lachmann, Martens 6, M. Osterthun 1, N. Osterthun 3, Rückert 1, von Aschwege 7, Zwick 2.Schiedsrichter: Astrid und Peter Hinrichsen (HSG Blexen/Nordenham).Siebenmeter: TVN 3/2 – SG 7/5.Zeitstrafen: TVN 3 – SG 2.Zuschauer: 80.Spielfilm: 4:3 (9.), 7:4 (11.), 10:7 (24.), 11:11 – 11:14 (34.), 14:14 (40.), 16:18 (45.), 20:20 (50.), 20:23 (54.) - 24:25 (58.), 25:27.

Angeführt von der rechten Rückraumspielerin Celina Struß (5 Tore) und der Rechtsaußen Nadja Albes (8) kam der geschlossen kämpfende TVN sehr gut ins Spiel. Er fand gegen die offensive 3:2:1-Deckung der Ammerländerinnen immer wieder die richtigen Lösungen, erzielte sehenswerte Treffer. Nach elf Minuten lag Neerstedt mit 7:4 vorn. SG-Trainerin Alexandra Hansel reagierte. Sie stellte ihre Abwehr in einer Auszeit auf die defensive 6:0-Formation um. Mit dieser bekamen die Neerstedterinnen Probleme. Doch da sie ebenfalls sehr gute Defensivarbeit leisteten, verteidigten sie zunächst die Führung. Nach Treffern von Fenna van Dreumel und Albes stand es 10:7 (24.).

TVN macht die entscheidenden Fehler

Dann häuften sich aber die Ballverluste im TVN-Angriff, das rächte sich. Zur Pause hatte Friedrichsfehn/Petersfehn ausgeglichen (11:11). Nach dem Seitenwechsel warf Kim von Aschwege innerhalb von dreieinhalb Minuten drei Treffer in Folge für die Gäste. Doch Neerstedt bewies eine starke Moral und kämpfte sich ins Spiel zurück. Struß traf zum 14:14 (40.). Im Anschluss blieb die Partie spannend: Die Ammerländerinnen legten einige Male vor, der TVN konterte. Den Neerstedterinnen unterliefen nach dem Tor zum 23:24 von Lisa Rangnick (57.) allerdings im Aufbau die entscheidenden Abspielfehler, die es der SG ermöglichten, den Vorsprung über die Zeit zu bringen.