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Überblick zur Winterpause Fußball-Ligen: Spannung oben wie unten

Von Daniel Niebuhr | 25.12.2016, 12:31 Uhr

Zur Winterpause zeichnet sich in der Kreisliga schon eine Vorentscheidung ab. Darunter ist aber alles offen. Ein Überblick über die Fußball-Ligen.

Die Fußballer der Region befinden sich gerade in der wohlverdienten Weihnachtspause. Seit Mitte Dezember ruht der Ball in den Ligen des Kreises Oldenburg-Land/Delmenhorst, die meisten Mannschaften steigen Mitte Januar wieder ins Training ein. Die aktuellen Tabellenstände versprechen einige Dramatik für den zweiten Teil der Saison. So steht es aktuell in den Ligen:

 KREISLIGA:

Kaum jemand hätte es für möglich gehalten, doch der SV Baris stürmt dem Aufstieg in die Bezirksliga entgegen. Acht Punkte haben die Delmenhorster Vorsprung auf Verfolger VfR Wardenburg, zwölf Punkte auf den TSV Ganderkesee. Baris hatte nicht zum unmittelbaren Favoritenkreis gezählt, gewann aber – vor allem dank des 26-fachen Torschützen Dennis Kuhn – 16 seiner 17 Spiele und bewies dabei mehr als einmal überragende Nervenstärke. „Wir spielen am oberen Limit. Ich hätte nicht gedacht, dass es so gut läuft“, sagte Trainer Önder Caki, der mit seinem Team Mitte Februar wieder ein Trainingslager in der Türkei bezieht. Die eigentlichen Spitzenteams konnten da nicht mithalten, auch wenn Ganderkesee Baris beim 6:1 die einzige Niederlage zufügte.

Turbulenter ging es noch im Tabellenkeller zu. Der KSV Hicretspor ist abgeschlagenes Schlusslicht, fiel hauptsächlich durch seine acht Platzverweise auf und ist nach dem Rücktritt von Chawkat El-Hourani noch immer trainerlos. El-Hourani steht nun beim Aufsteiger TSV Ippener an der Linie, wo er Andreas Lorer beerbt hat. Auch Hicrets Stadtrivale TV Jahn hat den Trainer gewechselt und hofft mit Andreas Busch auf ein weiteres Happy End im Abstiegskampf. Bei vier Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz stehen die Chancen gut.

 1. KREISKLASSE:

Zwei altgediente Delmenhorster Vereine dürfen von der Rückkehr in die Kreisliga träumen. Der Delmenhorster TB führt die 1. Kreisklasse an, der TuS Hasbergen ist Dritter – beide würden momentan aufsteigen, weil dem zweitplatzierten TSV Ganderkesee II der Wiederaufstieg durch die eigene Erste verbaut wird. Besonders Hasbergens junge Mannschaft überraschte und liegt sogar zwei Punkte vor dem massiv verstärkten SV Atlas II, der trotz regelmäßiger Leihgaben aus der Landesliga-Elf nur Vierter ist. Im Abstiegskampf sieht es für Schlusslicht SF Littel und den SC Colnrade schlecht aus, Rot-Weiß Hürriyet liegt nur zwei Zähler hinter dem VfL Stenum II, der das rettende Ufer einnimmt.

 2. KREISKLASSE:

Die mit 37 Platzverweisen unfairste Liga des Kreises hat viel Interessantes zu bieten, zum Beispiel ein enges Titelrennen. Den TSV Großenkneten II (33 Punkte), den TV Munderloh und den VfL Stenum III (jeweils 32) trennt nur ein Punkt. Am anderen Ende der Tabelle ist Hasbergen III auf unrühmlicher Rekordjagd: Die 118 Gegentreffer des Letzten sind kreisweit unerreicht.

 3. KREISKLASSE:

Delmenhorster Dominanz in der 3. Kreisklasse: Der TuS Heidkrug II, der Delmenhorster BV und der DTB III führen das Feld an. Besonders der DBV wird sich bestätigt sehen: Das Team kam vor der Saison samt Trainer aus Hasbergen und überzeugt in neuen Vereinsfarben bis jetzt. Doch auch in dieser Liga gibt es einen Negativrekord: Die TSG Hatten-Sandkrug, die nach Jahren in den Spielbetrieb zurückgekehrt ist, hat nach 15 Spielen noch keinen Punkt geholt.

 4. KREISKLASSE:

Drei Mannschaften sind noch unbesiegt im Kreis, mit dem VfR Wardenburg II und Kickers Ganderkesee spielen zwei davon in der 4. Kreisklasse – keine von beiden ist Tabellenführer. Momentan liegen die Beckeln Fountains mit einem Punkt Vorsprung auf Wardenburg vorn. Interessant auch die Serien des TSV Ganderkesee V: Erst sieben Niederlagen in Folge, dann viermal ungeschlagen – und zuletzt wieder ein 1:3 gegen den Harpstedter TB III.

 5. KREISKLASSE:

Tabellenführer SV Baris III hat noch keinen Punkt abgegeben, dahinter steht der SV Rethorn im zweiten Jahr nach Wiedergründung des Teams vor dem Aufstieg. „Ich denke, dass wir stark genug sind, auch wenn wir schon einige Male gepatzt haben“, sagt Vereinsvorsitzender Gerd Hillmann.