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Urteil nach Spielabbruch Geldstrafen für die A-Jugend des SV Atlas Delmenhorst

Von Frederik Böckmann, Frederik Böckmann | 10.10.2016, 09:46 Uhr

Das Sportgericht des Fußball-Kreises Oldenburg-Stadt hat die A-Jugend-Fußballer des SV Atlas Delmenhorst nach dem Spielabbruch beim FC Meyda Oldenburg zu Geldstrafen verurteilt. Außerdem beschäftigt sich das Sportgericht des Kreises Oldenburg-Land/Delmenhorst mit unrühmlichen Vorfällen bei einer Begegnung bei den SF Wüsting-Altmoorhausen.

Bastian Fuhrken wollte nichts schönreden. „Das ist natürlich alles andere als gute Öffentlichkeit für unseren Verein.“ Das Vorstandsmitglied des SV Atlas Delmenhorst wirkte nachdenklich, als es über zwei unrühmliche Vorfälle der A-Jugend-Fußballer seines Vereins in zwei der vergangenen Spiele sprach, mit dem sich die Sportgerichte auseinandersetzen gesetzt haben bzw. noch urteilen müssen.

Spielwertung gegen den SV Atlas

Beim Spielabbruch im Kreisklassen-Spiel am 3. September des SVA beim FC Meyda Oldenburg hat das Sportgericht des Kreises Oldenburg-Stadt sein Urteil gefällt – und zwar gegen den SVA. Was war vorgefallen? Kurz vor der Pause – die Gastgeber führten mit 4:1 – foulte ein ein Gastgeber einen Kicker des SV Atlas. Der Atlas-Akteur revanchierte sich beim Oldenburger per Ellbogenschlag ins Gesicht. Dies hatte zur Folge, dass auch ein zweiter FCM-Spieler eine Tätlichkeit begann. Der Referee zeigte daraufhin allen drei Akteuren die Rote Karte. Atlas-Trainer Dirk Musiol fühlte seine Mannschaft bedroht, weshalb er seine Elf nach der Pause nicht weiterspielen ließ.

Für das Sportgericht sei es eindeutig bewiesen gewesen, dass Musiol sich schuldhaft verhalten und den Spielabbruch zu verantworten habe, erklärte Sportrichter Richter Reiner Hilgenberg gegenüber dem dk. Die Folge: Die Partie wird mit 5:0 Toren für Meyda gewertet. Außerdem wird der Atlas-Spieler für drei Monate gesperrt, da er sich auch in der Verhandlung nicht einsichtig gezeigt habe, erklärte Hilgenberg. Die Meyda-Spieler dürfen zwei bzw. einen Monat kein Fußball spielen. Sowohl SVA-Trainer Musiol als auch Atlas erhielten eine Geldstrafe im unteren dreistelligen Bereich.

Atlas-Vorstand spricht mahnende Worte beim Schnitzelessen

Zum Ärger von Atlas-Funktionär Fuhrken und seinen Vorstandskollegen gab es nur wenige Tage später, beim Pokalspiel der Atlas-A-Jugend bei den SF Wüsting (3:6), weitere unrühmliche Vorfälle mit drei Platzverweisen gegen die Blau-Gelben, mit denen sich das Gericht des Kreises Oldenburg-Land/Delmenhorst derzeit beschäftigt.

„Auch die A-Jugendspieler repräsentieren unseren Verein. Wir dulden solche negativen Vorfälle nicht. Das ist einfach keine gute Werbung. Auch diese Spieler haben einen Vorbildcharakter“, betonte Fuhrken. Als Konsequenz dessen lud der Atlas-Vorstand um Klubchef Jörg Borkus – der die A-Jugend auch als Sponsor unterstützt –, Fuhrken und Co. die Mannschaft kürzlich zum Schnitzelessen ein. Der Atlas-Vorstand sprach mahnende Worte. Die Mannschaft gelobte daraufhin Besserung, wie Fuhrken erkannt habe.

Bastian Fuhrken sieht gute Zukunft für zwei Talente

Obwohl die A-Jugend in der vergangenen Saison von der Kreisliga in die 1. Kreisklasse abgestiegen ist und dort nur den achten Rang belegt, habe der Atlas-Vorstand natürlich auch diese Mannschaft wie alle anderen Jugendmannschaften des SVA im Blick, erklärte Fuhrken. Mit Marcel Bosse und Julian Musiol gebe es etwa zwei vielversprechende Talente bei den A-Junioren, betonte er und sagt: „Das sind auf jeden Fall zwei Spieler, die im Herren-Bereich definitiv in der zweiten Mannschaft spielen können. Vielleicht sogar in der Ersten.“