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Uwe Vogel legt Vorsitz nieder TSV Ganderkesee hat keinen Vorstand mehr

Von Lars Pingel | 20.05.2016, 01:38 Uhr

Uwe Vogel hat am Donnerstagabend das Amt des 1. Vorsitzenden des TSV Ganderkesee niedergelegt. Er trat während einer außerordentlichen Mitgliederversammlung zurück. Da für die Posten, die während der Sitzung vergeben werden sollten, niemand kandidierte, ist der geschäftsführende Vorstand des Vereins unbesetzt.

Uwe Vogel ist vom Amt des 1. Vorsitzenden des TSV Ganderkesee zurückgetreten. Die außerordentliche Mitgliederversammlung am Donnerstagabend am Immerweg begann mit einem Paukenschlag. Vogel erklärte, dass ein Antrag eingegangen sei, der „mir die Basis entzieht, weiter ehrenamtlich für den TSV Ganderkesee tätig zu sein“. Er verließ die Versammlung.

Wahlen werden verschoben

Auf der Tagesordnung standen u. a. die Wahlen von zwei stellvertretenden Vorsitzenden und einem Kassenwart. Sie waren, wie berichtet, während der Jahreshauptversammlung am 18. April verschoben worden. Auch am Donnerstag fanden sich keine Kandidaten, sodass alle Posten im geschäftsführenden Vorstand unbesetzt sind. Die ebenfalls geplante Entlastung des Vorstands wurde erneut vertagt.

Vorstand des Fördervereins tritt zurück

Aufgrund dieser Entwicklung erklärte Uwe Schwager, Vorsitzender des Fördervereins, dass dessen Vorstand zum Ende des Jahres zurücktritt: „Sollten sich bis dahin keine Nachfolger finden, werden wir ihn auflösen.“

Arbeitsgruppe gegründet

In dem Antrag, der mit einem Beamer an der Wand gezeigt wurde, forderten sechs Fußball-Herren-Mannschaften, eine Kommission zu gründen, die die Personal- und Finanzsituation des TSV untersucht. Hauptgrund war der Verlust von 16652 Euro, den der Club für 2015 aufwies. Er war mit Unregelmäßigkeiten im Gastrobereich erklärt worden. Über den Antrag wurde nach längerer Diskussion nicht abgestimmt. Die Versammlung beschloss aber, dass eine Arbeitsgruppe gegründet werden soll. Für diese meldeten sich fünf Mitglieder. TSV-Geschäftsführer Raphael Riekers hoffte, dass auch die Personen, die sich vor der Versammlung noch bereit erklärt hatten, Vorstandsposten zu übernehmen, darin mitwirken.

Weitere Versammlung notwendig

Der TSV muss „schnellstmöglich“ (Riekers) eine weitere Versammlung einberufen, um einen Vorstand zu wählen und so zu verhindern, dass das Amtsgericht die Zwangsverwaltung des Vereins anordnet.