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Vage WM-Chance erfüllt sich nicht Schlechtes Wetter ärgert Speerwerfer Westphal

Von Daniel Niebuhr | 23.06.2015, 15:11 Uhr

Bei der DLV-Gala hadert der Delmenhorster Torben Clemens Westphal mit den Wetterkapriolen. Vereinskollege Schlüter verfehlt die DM-Norm in Osterode knapp.

Schweinfurt war am Samstag nicht nur geografisch ziemlich weit weg von Cali. In der kolumbianischen Großstadt, in der Mitte Juli die Leichtahletik-Jugend-WM stattfindet, waren es knapp 30 Grad, durch das Schweinfurter Willy-Sachs-Stadion peitschte bei der Gala des Deutschen Leichtathletikverbandes dagegen ein harter Wind den Nieselregen. Bei diesen so gar nicht idealen Speerwurf-Bedingunge wird Torben Clemens Westphal vielleicht ab und zu an das warme Cali gedacht haben, das sportliche Ticket dorthin hat er aber verpasst. Der Athlet des Delmenhorster TV wurde im internationalen Feld des U18-Wettbewerbs mit 62,46 Metern Fünfter; seine vage Chance auf die WM, für die er 70 Meter und Rang zwei gebraucht hätte, erfüllte sich damit nicht. „Ich bin enttäuscht“, bekannte er, bezog das aber eher auf die Weite. Die Bedingungen seien nicht gut gewesen: „Aber so ist der Sport, man kann nicht immer Bestweiten werfen.“

Vier Fehlversuche

Das musste auch die Konkurrenz erkennen. U18-Europarekordler Niklas Kaul gewann zwar, blieb mit 74,38 Metern aber auch fast zehn Meter hinter seiner Topleistung. Westphal hatte seinen besten Versuch im vierten Durchgang, aber letztlich auch vier Fehlversuche.

Jannik Schlüter verpasst DM-Ticket

Ein zweiter DTV-Leichtathlet verfehlte ebenfalls eine wichtige Norm; Jannik Schlüter fehlten am Freitag in Osterode über 800 Meter sieben Zehntelsekunden für die Fahrkarte zur Deutschen Meisterschaft in der U20. Im Harz war fast die komplette nationale Elite seiner Altersklasse zusammengekommen; Platz elf in neuer persönlicher Bestleistung von 1:57,36 Minuten stimmte ihn optimistisch. „Mit der Zeit bin ich zufrieden“, sagte der Delmenhorster und kündigte an: „Die Norm ist demnächst fällig.“ Schlüter war in den langsameren der beiden Läufe gesteckt worden. Trainer Carlos Ridder ärgerte sich: „Mit schnelleren Gegnern wäre mehr drin gewesen.“

Platz sechs für Fabian Sander

Seine Ziele hat Fabian Sander dafür voll erreicht. Bei der U16-Mehrkampf-Landesmeisterschaft in Oldenburg wurde er mit 12,64 Sekunden über die 100 Meter, 5,39 Metern im Weitsprung, 9,60 Metern im Kugelstoßen und 1,64 Metern im Hochsprung und damit 2063 Punkten Sechster. „Ich wollte unter die ersten Zehn und 2000 Punkte schaffen, beides ist gelungen“, sagte er.