Ein Angebot der NOZ

Verdinale 2018 RV Ganderkesee verzaubert in Verden 2500 Zuschauer

Von Lars Pingel | 29.01.2018, 09:29 Uhr

Die Gruppe des RV Ganderkesee hat beim Showwettkampf der Reitvereine im Programm der Verdinale 2018 mit ihrem Auftritt in der Niedersachsenhalle 2500 Zuschauer begeistert. In ihren Kostümen und Requisiten waren 9000 LED-Leuchten eingearbeitet. In der Großen Tour der Springreiter wurde Sandra Auffarth mit Nupafeed’s La Vista im Großen Preis Neunte.

Der Jahresurlaub des vergangenen Jahres hatte für die Vorbereitung nicht gereicht. „Nein, ich habe viel mehr Zeit gebraucht“, erzählte Anke Soeker vom RV Ganderkesee am Freitagabend in der Niedersachsenhalle in Verden. Der Aufwand hatte sich aber gelohnt, denn sie hatte mit 74 Reitsportlerinnen und Reitsportlern ihres Vereins kurz zuvor 2500 Zuschauer auf den ausverkauften Tribünen erst zum Staunen und dann zum Jubeln gebracht. Das Schaubild „Nacht der Träume – Folge dem Regenbogen“ war während des Showwettkampfs der Reitvereine im Programm der Verdinale 2018 sehr gut angekommen.

„Ich bin stolz auf alle, dass es so gut geklappt hat“, lobte Soeker nach einem aufregenden Abend, für den sie alle Kostüme und Requisiten selbst genäht, geklebt und gebaut hatte. Auch die Choreografie, die Trainingsleitung und die Regie lagen in ihren Händen. Und mit ihrem Friesen Jitzy war sie auch ein Teil des Teams. 

Sehr gute Note von der Jury

Von einer vierköpfigen Prominenten-Jury um den aus dem Fernsehen bekannten „Schäfer Heinrich“ hatte der RV Ganderkesee 38 von 40 möglichen Punkten erhalten. Das war das viertbeste Resultat der sieben Teams, die die Reitsportfans mit ihren kreativen Vorführungen begeistert hatten. Da der RVG die Zeitvorgabe von sieben Minuten etwas überschritten hatte, gingen nach den dafür vorgesehenen Abzügen 34,00 Zähler in die Wertung: Platz fünf.

Die Ganderkeseer, die im Oktober mit dem Training begonnen hatten, mussten ihren Ablauf kurz vor dem Auftritt wegen eines Ausfalls noch umstellen, berichtete Soeker. Deshalb habe es dann nicht geklappt, die Zeit einzuhalten. Sieger wurde der RC Hagen Grinden mit seinem Schaubild „Monster RC“. 

9000 LED-Leuchten

Die Ganderkeseer Gruppe mit ihren zwölf Pferden – Mini-Shettys, Andalusier und Friesen – war im Dunklen aufgetreten. Sie hatte mit ihren mit 9000 LED-Leuchten besetzten Kostümen (die Kleider leuchteten sogar in verschiedenen Farben), Accessoires und Pferdeverziehrungen eine beeindruckende Vorstellung gezeigt. Sie war eine Weiterentwicklung des Schaubildes aus dem Vorjahr, als die Ganderkeseer in einem Showwettkampf debütiert hatten. 

Anke Soeker lobt Pferde

„Ich wollte den Zuschauern viele Momente mit superschönen Bildern bieten. Ich wollte etwas zeigen, was sie noch nie gesehen hatten“, erklärte Soeker ihr Leitmotiv bei der Ausarbeitung des Schaubilds. Das war ihr gelungen wie der Applaus der Zuschauer und die Resonanz der Turnierorganisatoren, „die uns super unterstützt haben“, zeigten. Die luden die Ganderkeseer sogar ein, ihr Schaubild am Sonntagnachmittag noch einmal zu zeigen.

Soeker nahm das Angebot nicht an, da wohl nicht alle Gruppenmitglieder Zeit gehabt hätten. Vor allem aber wollte sie die Pferde nicht überfordern. „Es ist für sie im Dunklen unheimlich schwer und anstrengend“, erklärte sie. „In einer unbekannten Halle mit 2500 Zuschauern wird die Anspannung noch größer. Sie sind super aufmerksam, achten auf jede Kleinigkeit am Rand. Trotzdem haben sie alle Aufgaben wirklich toll bewältigt.“

Sandra Auffarth im Großen Preis platziert

Viel Applaus gab es auch für die Ritte von Vielseitigkeits-Doppelweltmeisterin Sandra Auffarth. Die Bergedorferin trat in Verden in der Großen Tour der Springreiter an. Am Sonntag platzierte sie sich mit Nupafeed’s La Vista im Großen Preis, einer Springprüfung der Klasse S*** mit Siegerrunde, auf Rang neun. Im Stechen, das zehn von 37 Reitern erreicht hatten, war Auffarth in 40.63 Sekunden Zweitschnellste, fing sich aber fünf Fehlerpunkte ein. Der Sieg ging an Christopher Kläsener vom ZRFV Dorsten (1/40,85).

Auffarth hatte sich mit Nupafeed’s La Vista als Dritte der ersten Qualifikation für den Großen Preis qualifiziert. In der Springprüfung der Klasse S* war ihr in 47,60 Sekunden ein Null-Fehler-Ritt gelungen.