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Verein kämpft ums Überleben GW Kleinenkneten: Gelöste Stimmung trotz 1:8-Pleite

Von Manfred Nolte | 15.10.2015, 10:17 Uhr

Dem kleinen Fußballverein droht bei dreimaligem Nichtantreten der Rückzug in die 5. Kreisklasse. Doch die Grün-Weißen kämpfen um ihr sportliches Überleben.

Die Fußballer von GW Kleinenkneten haben zuletzt 1:8 gegen den SV Atlas II verloren und zieren ohne jeden Punkt das Tabellenende der 1. Kreisklasse. Trotz der hohen Abfuhr herrschte gelöste Stimmung, denn der Ausschluss aus dem Spielbetrieb konnte durch das Antreten zu dieser Partie vermieden werden.

Beim dritten Nichtantreten in einer Halbserie wird das entsprechende Team für den weiteren Saisonverlauf vom Spielbetrieb ausgeschlossen und muss in der kömmenden Spielzeit dort kicken, wo derzeit das nächsttiefere Team des Vereins spielt. Das wäre im Fall der Grün-Weißen die 5. Kreisklasse.

In der Reserve spielen etliche Akteure, die der ersten Mannschaft helfen könnten

Obmann Michael Böttche hatte vor dem Atlas-Spiel gedroht, die Mannschaft zurückzuziehen. „Das hat wohl Wirkung gezeigt, denn die verbliebenen Spieler wären zur Zweiten gestoßen und da hätte es für viele kaum noch Einsatzmöglichkeiten gegeben“, erklärt der Obmann. 18 Akteure standen gegen Atlas II zur Verfügung, davon viele aus der Zweiten. Böttche weiß, dass das Team längst noch nicht über den Berg ist. „Wir müssen von Woche zu Woche denken. Große Probleme werden wir bekommen, wenn unsere beiden Teams zeitgleich angesetzt sind. Da müssen wir uns um zeitliche Verschiebungen kümmern“, meint der Abteilungsleiter. In der Reservemannschaft stehen etliche Spieler, die der Ersten sportlich helfen könnten.

„Vor Saisonbeginn haben wir mit starken Zugängen aus Vechta geplant. Einige Akteure haben sich dann in die Zweite zurückgezogen, da sie sich keine Chancen auf einen Stammplatz in der Ersten ausgerechnet haben. Die erhofften Neuzugänge sind dann aber nicht gekommen“, erklärt Böttche. Jetzt soll der Zusammenhalt dadurch gefördert werden, dass beide Teams am Mittwoch gemeinsam trainieren.

„Hauptsache, wir treten regelmäßig an“

Böttche ist der Meinung, dass im weiteren Saisonverlauf der eine oder Sieg möglich ist. „Es gibt drei oder vier Teams, die unsere Kragenweite haben. Schaffen wir den Klassenerhalt nicht, spielen wir dann eben 2. Kreisklasse. Hauptsache wir treten ab sofort regelmäßig an“, nennt Böttche seine Ziele. Er hat derzeit viel Arbeit, denn in Kleinenkneten ist mit dem Bau eines zweiten Platzes begonnen worden.