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Versammlung des FC Hude Überwältigende Mehrheit für Kunstrasenplatz

Von Klaus Erdmann | 13.02.2016, 16:30 Uhr

91 der 94 Stimmberechtigen, die an der Jahreshauptversammlung des FC Hude teilnahmen, votieren für den Bau einen Kunstrasenplatzes. Damit solle im Herbst 2016 begonnen werden, erklärte der Vorsitzende Peter Burgdorf. Wahlen und Ehrungen bilden weitere Schwerpunkte der Sitzung.

Mit 91 Ja-, zwei Nein-Stimmen und einer Enthaltung haben die Teilnehmer der Jahreshauptversammlung des FC Hude für den Neubau eines Kunstrasenplatzes am Huder Bach gestimmt. Während der knapp zweistündigen Tagung im Vereinslokal „Haus am Bahnhof“ stand unter anderem eine überzeugende Präsentation des Finanzierungsmodells im Mittelpunkt. Um 21.16 Uhr registrierten die Verantwortlichen eine überwältigende Mehrheit für den Bau des Kunstrasenplatzes, der mit einer Flutlichtanlage ausgestattet wird.

Baukosten belaufen sich auf rund 750000 Euro

In der von Peter Burgdorf, Vorsitzender des rund 600 Mitglieder zählenden Vereins, souverän geleiteten Tagung informierten Kassenwart Dennis Behnken und Steuerberater Andreas Otte über die Vorteile des Projekts und präsentierten das Finanzierungsmodell. Die Baukosten, so erfuhr die Versammlung, belaufen sich auf rund 750000 Euro. Zuschüsse kommen vom Landessportbund (93000 Euro) und vom Landkreis (100000 Euro). Etwa die Hälfte der Summe übernimmt die Gemeinde. Der Anteil, den der FCH zu stemmen hat, beträgt 20 Prozent und somit ungefähr 150000 Euro. Der Kunstrasenplatz habe eine Lebenserwartung von „mindestens 20 Jahren“, hieß es ferner. Zins und Tilgung beliefen sich jährlich auf 9000 Euro. Mit den Sportfreunden Wüsting (20 Prozent = 1800 Euro) und dem TuS Vielstedt (zehn Prozent = 900 Euro) beteiligten sich zwei Vereine, die die neue Anlage ebenfalls nutzen würden, an den Kosten. Die jährliche Belastung für den FCH beliefe sich somit auf 6500 Euro.

2017 soll Laufbahn dazu kommen

Die Verantwortlichen des FC Hude, dem 19 Jugend- und fünf Herren-/Seniorenteams angehören, hoffen, dass mit dem Bau nach dieser Saison begonnen werden kann, damit der Kunstrasenplatz im Herbst/Winter der Spielzeit 2016/17 zur Verfügung steht. Im nächsten Jahr soll zudem eine Laufbahn für die Leichtathleten des TV Hude errichtet werden. Burgdorf rechnet hier mit weiteren Kosten in Höhe von rund 500000 Euro.

Markus Wagner neuer Schiedsrichterobmann

Bei den Wahlen gab es einstimmige Ergebnisse für Bernd Stolle (2. Vorsitzender), Julius Schmidt (2. Kassenwart), Hendrik Nordbruch (Spielausschussobmann), Mario Klostermann (Pressewart) und Wiebke Kliege (2. Jugendleiter). Die Nachfolge von Schiedsrichterobmann Theodor Potiyenko, der sich nicht zur Wiederwahl stellte, trat Markus Wagner an. Er wurde ebenfalls einstimmig gewählt.

Mitglieder geehrt

FCH-Vorsitzender Burgdorf („Der FC Hude ist eine Herzensangelegenheit“) und dessen Mitstreiter ehrten folgende Mitglieder: Andreas Dwertmann, Jens Sandau, Kim Hepting, Dennis Schlamann, Stefan Haberer und Björn Wachtendorf (alle 25-jährige Vereinszugehörigkeit), Wilfried Richter (50 Jahre), Gottfried Müller, Gerd Prescher und Peter Burgdorf (alle 60 Jahre), Bernd Stolle und Mario Klostermann (jeweils für zehnjährige Vorstandsarbeit).

Jugendleiter Ralf Brunken berichtete, dass man eine Integrationsgruppe installieren wolle, die Flüchtlingskindern den Einstieg erleichtern soll. Man sei, betonte er, für die Zukunft gut aufgestellt. Der neutrale Beobachter gewann den Eindruck, dass diese Feststellung nicht „nur“ für die Nachwuchsabteilung, sondern für den gesamten Fußball-Club Hude von 1949 Gültigkeit besitzt.