Ein Angebot der NOZ

VfL Wildeshausen gewinnt 3:1 Marcel Bragula beweist ein glückliches Händchen

Von Frederik Böckmann, Frederik Böckmann | 23.10.2016, 22:56 Uhr

Dritter Saisonerfolg für den VfL Wildeshausen: Die Landesliga-Fußballer haben ihr Auswärtsspiel beim TuS Pewsum mit 3:1 (0:0) gewonnen. Die Tore erzielten Maximilian Seidel (2) und Andreas Kari.

Die Freude über den dritten Saisonerfolg war groß, doch bereits auf der Rückfahrt richtete Marcel Bragula wieder mahnende Worte an seine Mannschaft. „Wir werden jetzt hier im Bus keine große Jubelfeier starten. Den Sieg wissen wir schon richtig einzuordnen“, sagte der Fußball-Trainer des VfL Wildeshausen.

Seine Truppe hatte zuvor beim TuS Pewsum einen eminent wichtigen 3:1 (0:0)-Erfolg bei einem Kellerkonkurrenten gelandet, doch mit Blick auf die Tabellenkonstellation möchte Bragula weiter auf dem Teppich bleiben. Denn Wittekind belegt als 13. weiterhin einen der am Saisonende mindestens vier Abstiegsränge – und hat das nächste Sechs-Punkte-Spiel vor der Brust: Am nächsten Sonntag (14 Uhr) kommt Tabellennachbar SV Bad Bentheim (2:0 über den SC Melle) ins Krandelstadion.

Viele Chancen in Hälfte eins, aber keine Tore

Mit der Leistung seiner Mannschaft in Krummhörn war Bragula zu „70, 75 Prozent“ zufrieden. Es wären wohl deutlich mehr Prozentanteile gewesen, wenn der VfL seine drückende Überlegenheit in Hälfte eins nur in Tore umgemünzt hätte. „Das war unsere beste erste Halbzeit in dieser Saison“, meinte Bragula. Die Gäste besaßen sechs, sieben hochkarätige Möglichkeiten aus dem Spiel heraus und auch über Standards. Das Manko: Es fiel aus diesem Dutzend Chancen für René Tramitzke (5., Pfosten/25., auf der Linie geklärt), Maximilian Seidel (9.), Sebastian Bröcker (27.) und Sascha Görke (35.) kein Treffer. Die kampfstarken und einsatzfreudigen Gastgeber waren dagegen bei zwei, drei Kontersituationen über ihre rechte Seite gefährlich.

Nach einem Mittelfeldgeplänkel nach der Halbzeitpause inklusive eines Lattenkopfballs von Wildeshausens Sebastian Bröcker (46.) und einer Chance für Görke (53.) nahmen beide Mannschaften nach rund einer Stunde den Faden auf, mit Pewsum als unangenehmen Gegner. Nach 75 Minuten bekam dann der VfL wieder Oberwasser – auch, weil Trainer Bragula ein glückliches Händchen bewies. Für Marius Meier, der ein solides Startelf-Debüt als Rechtsverteidiger gegeben hatte, kam Lennart Feldhaus in die Partie (73.). Das sollte sich auszahlen: Mit einem perfekten Schnittstellenpass schickte er Maximilian Seidel auf die Reise, der per Flachschuss zum 1:0 traf (79.).

Maximilian Seidel macht mit zweitem Tor Deckel auf die Partie

Als der ebenfalls eingewechselte Andreas Kari (81. für Tamitzke) eine Bröcker-Flanke volley in die Maschen hämmerte, schien die Partie entschieden – 2:0 (87.). Doch es wurde noch einmal hektisch, als Pewsums Andreas Olk nach einer Ecke per Dropkick auf 1:2 verkürzte (90.). Mit der letzten Aktion in der ersten Minute der Nachspielzeit machte der starke Seidel mit dem 3:1 aber den Deckel auf die Partie.