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VG Delmenhorst-Stenum verliert Susanne Schalk rätselt über Leistungsschwankungen

Von Frederik Böckmann | 15.11.2015, 17:36 Uhr

Sie machten mehr Punkte, sie waren die spielstärkere Mannschaft, doch am Ende mussten sie sich mit einem Punkt zufrieden geben: Die Oberliga-Volleyballer der VG Delmenhorst-Stenum haben ihr Auswärtsspiel beim Erzrivalen TuS Bloherfelde mit 2:3 (22:25, 25:16, 23:25, 25:16, 13:15) verloren. Mit acht Punkten liegt der Aufsteiger als Tabellenfünfter weiter im Liga-Mittelfeld.

„Das war eine total unnötige Niederlage“, fand Trainerin Susanne Schalk. „Das ist normalerweise ein Gegner, den wir mit 3:0 oder 3:1 weghausen müssen. Das darf nicht passieren.“ Mit den Leistungen vom vergangenen Wochenende, als die VG gegen Hannover klar gewann (3:0) und gegen Bersenbrück knapp verlor (2:3), „hätten meine Spieler Bloherfelde auch schlagen können“, meinte Schalk enttäuscht.

Bei der Analyse der Niederlage rätselte Schalk auch am Tag danach noch, warum die Leistungen ihres Teams zwischen den Sätzen so schwankten. Eine richtige Erklärung hatte sie nicht parat. Ein Grund für die Pleite war der starke Diagonalspieler der Gastgeber: In den Sätzen eins, drei und fünf führte er Bloherfelde mit vielen zielgenauen Angriffen zu den Satzgewinnen, während die VG den TuS-Angreifer in den Sätzen zwei und vier häufig erfolgreich blockte.

VG Delmenhorst-Stenum mit einem Auf und Ab in den Sätzen

Gleich der erste Satz trieb die VG-Trainerin zur Weißglut. „Den haben wir total verschlafen“, berichtete Schalk. Ihre Mannschaft lief permanent einem Rückstand hinterher und verlor den ersten Satz 22:25. In Durchgang zwei spielten die Gäste fast fehlerfrei und gewann diesen im Schnelldurchlauf mit 25:16. Satz drei bezeichnete Schalk aus ihrer Sicht als „richtig schlimm“. Die VG-Männer lagen bereits mit 6:12 und 8:16 hinten, führten dann nach einer Energieleistung mit 22:21, um den Satz mit 23:25 doch abzugeben. Während Satz vier für die Gäste wieder wie am Schnürchen lief (25:16), passte im entscheidenden Tie-Break (13:15) erneut nur wenig zusammen.

So blieb für die VG die bittere Erkenntnis, dass sie zwar mehr Punkte als Bloherfelde (108:97) erzielte, am Ende aber nur einen Punkt mitnahm. Für Schalk war dies kein Trost.