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Viel los in der Kreisliga „Launische Diva“ Heidkrug schlägt zu

Von Manfred Nolte | 13.04.2015, 01:03 Uhr

Fußball-Kreisligist TuS Heidkrug fertigt den Tabellendritten FC Hude mit einem 5:1 ab. Hürriyet siegt im Stadtderby. Drei Platzverweise bei Baris – Wildeshausen.

Die Fußballer des Kreisliga-Spitzenreiters RW Hürriyet haben das Stadtderby gegen den TV Jahn mit 3:1 gewonnen. Auch für die SF Wüsting (1:3 in Achternmeer) gab es keine Entlastung im Abstiegskampf. Hingegen kam Wildeshausen II dem Klassenverbleib durch das 2:2 beim SV Baris näher.

Hürriyet – Jahn 3:1 (3:0). Die Gäste verschliefen den ersten Durchgang völlig. Bei allen drei Gegentoren gab es heftige Abwehrschnitzer. Burak Sonuvar und Hayri Sevimli legten das 2:0 vor. Dann steuerte Jahns Miles Meyer ein Eigentor bei. Nach Wiederbeginn steigerte sich der TVJ, zumal die Rot-Weißen Izett Saglam durch Matchstrafe verloren (53.). Mehr als der Ehrentreffer durch ein Eigentor von Sonuvar sprang aber nicht heraus. „Die erste Halbzeit war in Ordnung. Nach dem Platzverweis haben wir geschwächelt, der Sieg war aber verdient“, analysierte Hürriyet-Coach Chawkat El-Hourani. Gegenüber Timur Cakmak war enttäuscht: „Wir haben uns vor der Pause richtig dumm angestellt. Die Steigerung im zweiten Durchgang kam zu spät. Hier hätten wir durchaus etwas holen können.“

Heidkrug – Hude 5:1 (1:1). Die Heidkruger bleiben die „launische Diva“ der Liga. Gegen den Tabellendritten Hude zeigte sich die Nummer acht von der besseren Seite. In einem ausgeglichenen ersten Durchgang glichen die Gäste die frühe Führung von Selim Karaca durch Ole Schöneboom aus, wobei bei beiden Treffern die Torhüter schlecht aussahen. Nach Wiederbeginn drehten die Heidkruger mächtig auf. Zunächst wurde ein Treffer wegen angeblicher Abseitsstellung nicht anerkannt, doch dann schlugen Karaca, Niklas Bädjer, Marius Haman und Waldemar But zu. „Unser Sieg ist um ein oder zwei Tore zu hoch ausgefallen. Wir haben in der zweiten Halbzeit aber deutlich mehr vom Spiel gehabt und verdient gewonnen“, kommentierte Heidkrugs Co-Trainer Jorge Jacinto.

Baris – Wildeshausen II 2:2 (0:1). „Eigentlich war die Partie zwar umkämpft, aber keineswegs unfair“, waren sich die Verantwortlichen beider Mannschaften einig. Der Spielbericht von Schiedsrichter Lutz Thalheim (Döhlen) spricht eine ganz andere Sprache. Es gab zwölf (5/7) Gelbe Karten, Gelb-Rot gegen die Wildeshauser Philipp Finger (71.) und Valdrin Stubbla (90.) sowie Rot für Baris-Spieler Niklas Mielcarek (86.). In der ersten Halbzeit waren die Höhepunkte dünn gesät. Lediglich Yannis Brockmann war mit einem Freistoß erfolgreich. Nach Wiederbeginn gab es auf beiden Seiten Chancen im Minutentakt. Die Gäste beklagten einen Lattenschuss von Andre Hesselmann und mussten den Ausgleich von Ümit Igde schlucken. Andre Hesselmann brachte den VfL erneut in Front. Dann hielt Wittekind-Keeper Florian Rohe einen Elfmeter von Baris Caki, doch der eingewechselte Irfan Gök sorgte doch noch für den verdienten Ausgleich.

Achternmeer – Wüsting 3:1 (2:1). Für einen Abstiegskandidaten boten die Sportfreunde zu wenig. Ein Doppelschlag durch Robin Johanning und Dennis Müller (10./11.) brachte die Hausherren früh in Führung, doch Hendrik Paradies (19.) gelang schnell der Anschluss. Der setzte aber keineswegs neue Kräfte frei. Die Partie verflachte mehr und mehr. Wüsting mühte sich, brachte aber keinen gefährlichen Angriff mehr zustande. Die Platzherren starteten den einen oder anderen Konter. Einen davon schloss Deniz Akman mit seinem 14. Saisontor erfolgreich ab. Mit Maik Schmidt und Dennis Müller überzeugten beim Sieger zwei Spieler aus der Zweitvertretung. „Heute lief bei uns nichts zusammen. Da ist kaum ein Pass angekommen. Jetzt müssen Punkte gegen Großenkneten her“, sagte Wüstings Coach Volker Gode.