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Viele Erfolge gefeiert Herzenspferd Lantzelot von Svenja Hempel geht in Rente

Von Katrin Brandes, Katrin Brandes | 14.08.2017, 10:20 Uhr

Drei Mal hintereinander hat er das Visbeker Derby gewonnen, zwei Mal den Gert-Wiltfang-Gedächtnispreis, ein Mal das Derby in Lohne, und dann wurde er noch in 2016 Sieger der Kreismeisterschaft: Lantzelot, das Herzenspferd von Springreiterin Svenja Hempel. Mit seinen nun 18 Jahren verabschiedete sie ihn im Anschluss an die Huder Reitertage mit vielen Weggefährten und vor großem Publikum in die wohlverdiente Rente.

„So richtig will er zwar noch nicht aufhören, aber jetzt ist der richtige Zeitpunkt“, sagt Hempel. Mehrmals hatte sie schon mit dem Gedanken gespielt, doch „Lantzelot ist immer richtig sauer gewesen, wenn wir ohne ihn zum Turnier gefahren sind“, schmunzelt sie.

Kennengelernt hat sie ihren Lantzelot 2005 noch in der Ausbildung zur Bereiterin auf dem Hof Auffarth. Dort übernahm sie ihn und es passte gleich zwischen den beiden. Als „Lantzi“ sieben Jahre alt war, starteten Hempel und er das erste Mal gemeinsam auf einem Turnier und platzierten sich gleich in Springen bis zur Klasse L.

Lantzelot und Hempel werden zwei Mal direkt Landesmeister

Und die Beziehung der beiden vertiefte sich weiter: Svenja Hempel kaufte Lantzelot und startete beim Rasteder Landesturnier mit ihm in der Vielseitigkeit. „Ich bin schon sehr angespannt, wenn ich mir etwas vornehme, doch am meisten kribbelt es bei mir im Gelände.“ Und es klappte: Die zwei wurden direkt Landesmeister.

Es folgten weitere Siege und Platzierungen in Springen der schweren Klassen, darunter bei den Euroclassics in Bremen und beim Signal Iduna Cup in Dortmund. Hempel und ihr „Ritter“ wuchsen immer enger zusammen.

Anfang 2017 hat sich Lantzelot dann nach einer Krankheit wieder „so tapfer hochgekämpft“, dass er sich beim ersten Start direkt wieder platzierten. Auch seinen letzten Einsatz krönte er bei den diesjährigen Weser-Ems-Meisterschaften mit der Bronze-Medaille.

„Danke, Lantzi!“ hieß es nun noch einmal auf dem Huder Turnierplatz zur Verabschiedung eines Pferdes mit Ritterherz, dass bei allen Starts in der Vielseitigkeit „nicht ein Mal verweigert hat“.