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Vielseitigkeits-DM 2018 in Lühmühlen Julia Krajewski liegt nach Dressur und Geländeritt vorn

Von Lars Pingel | 16.06.2018, 20:38 Uhr

Julia Krajewski liegt in der Drei-Sterne-Prüfung des internationalen Vielseitigkeitsturniers 2018 in Luhmühlen, in der auch der Deutsche Meistertitel vergeben wird, auch nach der zweiten Teildisziplin in Führung. Der Warendorferin gelang am Samstag mit Samourai du Thot in der Geländeprüfung eine Nullrunde. Sandra Auffarth vom RV Ganderkesee verzeichnete mit Nachwuchspferd Viamant du Matz einen Vorbeiläufer.

Julia Krajewski strahlte. „Das ist wie Kartfahren“, lobte die 29-jährige Vielseitigkeitsreiterin, die in Warendorf wohnt und für den RFV Lingen startet, die Leistung ihres Wallachs Samourai du Thut in der Geländeprüfung der Drei-Sterne-Konkurrenz im internationalen Vielseitigkeitsturnier in Luhmühlen. Den beiden war am Samstag auf der 3775 Meter langen Strecke eine ganz sichere, starke Nullrunde gelungen, also ein Ritt ohne Hindernisfehler innerhalb der vorgegeben Zeit. Damit verteidigte Krajewski ihre Führung. Sie hatte die erste Teildisziplin des Wettbewerbs, in dem auch der Deutsche Meistertitel vergeben wird, mit 19,90 Minuspunkten gewonnen.

Sandra Auffarth vom RV Ganderkesee ging mit ihrem Nachwuchspferd Viamant du Matz in den Geländeparcours. Mit dem erst neunjährigen französischen Wallach lief es bis zum 20. der der 35 Hindernisse perfekt. Auch die ersten beiden Sprünge des „DHL-Komplexes“, einer Kombination, die auch durch Wasser führte, passten. Doch dann lief Viamant an einem schmalen Tisch vorbei. Das wurde mit 20 Fehlerpunkten bestraft – und kostete Zeit, denn Auffarth musste drehen und noch einmal anreiten. Den Sprung und alle noch folgenden Herausforderungen meisterten Auffarth und Viamant du Matz wieder glänzend. Für das Überschreiten der vorgegeben Normzeit wurden allerdings weitere 12,80 Strafpunkte vergeben. Auffarth, die die Dressur am Donnerstag mit 33,90 Minuspunkten beendet hatte, fiel mit 66,70 Zählern in der Gesamtwertung (41.) und der DM weit zurück.

Ingrid Klimke schiebt sich auf Platz zwei vor

„Kurse, die technisch anspruchsvoll sind, die kann er“, schwärmte derweil Krajewski von ihrem zwölfjährigen französischen Wallach. Sie lobte zudem die „allerbesten Bedingungen“ auf der Strecke in der Lüneburger Heide. Krajewski liegt in der internationalen Wertung und in der deutschen Meisterschaft vorn (19,90). In beiden Ranglisten schob sich Ingrid Klimke (Münster) am Samstag vom dritten Platz, den sie nach der Dressur inne hatte, auf den zweiten Rang nach vorn. Sie war im Gelände ebenfalls fehlerfrei und in 6:36 Minuten eine Sekunde unter der vorgegebenen Zeit geblieben. Klimke weist 21,90 Minuspunkte auf.

Nach zwei Teildisziplinen belegt Bettina Hoy (Warendorf) mit Designer mit 28,80 Minuspunkten in der DM Platz drei. Sie hatte im Gelände keinen Fehler gemacht, fing sich aber 7,60 Strafzähler für Zeitüberschreitung ein. In der Gesamtwertung der Prüfung mit noch 45 Startern ist Hoy Fünfte. Auf Rang drei schob sich dort der Italiener Pietro Roman mit Barraduff (26,10).