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Vielseitigkeitsreiten Sandra Auffarth und Wolle für Olympische Spiele nominiert

Von Lars Pingel | 16.07.2016, 21:11 Uhr

Die Vielseitigkeitsreiterin Sandra Auffarth vom RV Ganderkesee und ihr Wallach Opgun Louvo („Wolle“) sind für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro nominiert worden. Das gab Bundestrainer Hans Melzer am Samstag in Aachen bekannt.

Sandra Auffarth und Opgun Louvo werden zum zweiten Mal an Olympischen Spielen teilnehmen. Bundestrainer Hans Melzer gab am Samstag während des CHIO in Aachen bekannt, dass die Reiterin vom RV Ganderkesee und ihr 14-jähriger französischen Wallach, den sie „Wolle“ nennt, auf Vorschlag des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) für die deutsche Mannschaft nominiert worden sind, die bei den Spielen im brasilianischen Rio de Janeiro antreten wird.

Auffarth kämpft im Team und im Einzel um Medaillen

Auffarth gehört zu den vier Reitern, die in Rio vom 6. bis 9. August in einem Mannschafts- und Einzelwettbewerb um die Medaillen kämpfen werden. Nominiert wurden auch Michael Jung (Horb) mit fischerTakinou, Ingrid Klimke (Münster) mit Horsware Hale Bob und Andreas Ostholt (Warendorf) mit So is et. Als erste Reservereiterin wird auch Julia Krajewksi (Warendorf) mit Samourai du Thot mit nach Brasilien fliegen, erklärte Melzer. Die Nominierung, die eigentlich erst für Sonntag geplant war, wurde vorgezogen. Der Deutsche Olympische Sportbund habe darauf hingewiesen, dass der für die Reiter verlängerte Nennschluss bereits am Samstag endet. Trotzdem sollen alle nominierten Reiter mit ihren Pferden am Sonntag noch einmal vortraben. „Wir wollen ein genaues Bild haben“, sagte Melzer.

Erfolge „sprechen für sich“

„Zu Michael Jung, Sandra Auffarth und Ingrid Klimke muss ich nicht viele Worte verlieren“, sagte der Bundestrainer. „Ihre Erfolge der vergangenen Jahre sprechen für sich.“ Sie gehörten schon zu dem Team, das 2012 in London Teamgold gewann. Für Andreas Ostholt und So is et hätten die starken in Leistungen in der jüngeren Vergangenheit, wie der zweite Platz in der Vier-Sterne-Prüfung in Badminton im Mai, den Ausschlag gegeben. „Daran änderte auch der kleine Faux-pax hier in Aachen nichts“, sagte Melzer. Ostholt belegte beim CHIO mit 62,90 Strafpunkten Rang 19. Krajewski und den zehnjährigen Samourai du Thot bezeichnete Melzer als „unseren Joker“. Die beiden „sind ein Paar, dem die Zukunft gehört“.

Das DOKR hat vier weitere Reservereiter benannt. Es sind, in dieser Rangfolge, Dirk Schrade (Spröckhövel) mit Hop and Skip, Bettina Hoy mit Designer, Claas-Hermann Romeike (Nübbel) mit Cato und Andreas Dibowski (Döhle) mit It’s Me.