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Vielseitigkeitsturnier Luhmühlen 2018 Pferd muss nach Sturz in CIC****-Prüfung eingeschläfert werden

Von Lars Pingel | 16.06.2018, 18:28 Uhr

Die Vier-Sterne-Prüfung im internationalen Vielseitigkeitsturnier 2018 in Luhmühlen wird von einem schweren Sturz überschattet. Der elfjährige Wallach Axel Z der belgischen Reiterin Chloe Raty musste eingeschläfert werden. Raty blieb unverletzt.

Die Vier-Sterne-Prüfung des internationalen Vielseitigkeitsturniers 2018 in Luhmühlen ist von einem tragischen Unfall überschattet worden. Die Belgierin Chloe Raty stürzte während des Geländeritts am Samstag mit dem Wallach Axel Z an einem Hindernis schwer. Das Pferd musste später in einer Tierklinik eingeschläfert werden, teilte der Veranstalter, die Turniergesellschaft Luhmühlen, mit. Die Reiterin habe sich keine Verletzungen zugezogen.

Keine Chance auf Heilung

Zu dem Sturz kam es an einem Steilsprung nach einem Wasserhindernis. Das Pferd habe sich eine Wirbelsäulenverletzung zugezogen, erklärte die Turniergesellschaft. Das sei bei den Untersuchungen in der Tierklinik festgestellt worden. Es habe keine Chance auf Heilung gegeben, hieß es in einer Mitteilung der deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN). Der elfjährige Wallach sei nach Rücksprache mit den Besitzern eingeschläfert worden. „Ein riesiger Verlust für Chloe Raty. Sie hat das Pferd vierjährig bekommen und selbst ausgebildet“, sagte der belgische Equipechef Alec Van den Abeele, teilte die FN weiter mit.

Chloe Raty nicht verletzt

Raty war in relativ geringem Tempo, nachdem sie ein Wasserhindernis durchquert hatte, gegen ein Hindernis geritten. Das Pferd fiel auf den Rücken. Ratys Airback löste aus. Sie war in ein Krankenhaus gebracht worden. „Nach umfassenden Untersuchungen konnte Entwarnung gegeben werden. Chloe Raty hat keine Verletzungen“, hieß es in der Mitteilung des Veranstalters.

Das Hindernis war ein Sicherheitshindernis, in dem flexible Pins dafür sorgen, dass die Stangen nach vorn klappen können. „Offenbar war die Einwirkung nicht hoch genug, um ein Herunterklappen auszulösen. Diese Hindernisse sind so konzipiert, das Risiko zu minimieren, eine Garantie gibt es leider nicht“, sagte Parcourschef Mike Etherington-Smith laut FN. Das Hindernis wurde nach dem Sturz aus der Prüfung genommen.

46 Paare waren am Samstag auf der etwa 6600 Meter langen Geländestrecke gestartet. 13 schieden aus. Der Neuseeländer Jesse Campbell stürzte mit Cleveland in einem Wasserhindernis. Reiter und Pferd blieben unverletzt Alle anderen Reiter gaben nach Vorbeiläufern oder Verweigerungen an Hindernissen auf.

Joelle Prize aus Neuseeland gewann die Prüfung mit Faerie Dianimo mit 28,30 Minuspunkten. Im Springparcours gelang ihr am Sonntag eine Nullrunde. Im Gelände war sie ohne Hindernisfehler geblieben, erhielt 1,20 Strafzähler für das Überschreiten der Richtzeit. Die Dressur war mit 27,10 Minuspunkten bewertet worden. Boyd Martin (USA), der nach dem Geländeritt in Führung gelegen hatte, zog vor dem Springen zurück.