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Volleyball-Oberliga Delmenhorst-Stenum spielt zwei Krimis mit Überlänge

Von Frederik Böckmann | 13.11.2018, 08:26 Uhr

Sie waren auf dem besten Weg, beim Heimspiel-Doppelpack in der Blücherweghalle zwei Siege einzufahren, doch am Ende eines langen Volleyball-Tages gab es für die VG Delmenhorst-Stenum in der Oberliga nach zwei Marathon-Matches einen Erfolg und eine Niederlage: Dem 3:2-Sieg gegen die TG Wiesmoor folgte eine 2:3-Pleite gegen den TuS Bersenbrück.

Mit diesen ersten drei Punkten der Saison rückte die Volleyball-Gemeinschaft auf Relegationsplatz sieben vor. Trainerin Susanne Schalke war nach den zwei Begegnungen mit mehr als dreieinhalb Stunden Spielzeit in ihrer Beurteilung hin- und hergerissen. Grundsätzlich hielt sie aber fest: „Ich habe viel Positives gesehen. Wir werden immer besser. Es geht aufwärts.“ Druckvolle Angabe, starke Blocks, sichere Annahmen – die VG-Männer präsentierten sich viel stabiler als in den ersten vier Saisonspielen, als Delmenhorst-Stenum nur zwei Sätze gewann.

Das 3:2 über Wiesmoor (25:16, 22:25, 25:20, 22:25, 15:10) war ein echter Krimi mit 114 Minuten Spielzeit. Die VG spielte in Satz eins klasse. Danach wackelte Delmenhorst-Stenum etwas, ließ sich aber nicht vom Kurs Richtung Sieg abbringen. Wichtig war auch eine Angabenserie von Aaron Bode, zudem hatte Diagonalspieler Maik Hägermann einen ganz starken Tag erwischt.

Die Euphorie vom ersten Saisonsieg beflügelte die VG gegen Bersenbrück. Nach zwei gewonnenen Sätzen (25:18, 25:17) hätte die VG in Durchgang drei (20:25) den Sack zuschnüren müssen, zeigte aber Nerven. In den Sätzen vier (19:25) und fünf (8:15) gingen dann zunehmend Kraft und Konzentration verloren – und nach 103 Minuten stand das 2:3 fest.