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Volleyball-Oberliga VG Delmenhorst-Stenum tanzt nach einem „super Tag“

Von Frederik Böckmann | 22.10.2018, 10:52 Uhr

Erst ein historischer Sieg, dann das Ende der Heimserie: So lief der Heimspieltag für die Volleyballerinnen der VG Delmenhorst-Stenum in der Oberliga gegen MTV Salzgitter und GfL Hannover.

Am Ende eines kurzweiligen Samstagnachmittags in der Delmenhorster Uhlandhalle bot sich den rund 25 Zuschauern ein auf den ersten Blick überraschendes Bild. Der zum ersten Mal engagierte DJ spielte ein für die Volleyballerinnen der VG Delmenhorst-Stenum bekanntes Lied – und plötzlich tanzten die Spielerinnen des Oberligisten fröhlich auf dem Spielfeld. Dabei hatte der Aufsteiger gerade gegen GfL Hannover zuvor mit 0:3 (16:25, 14:25, 16:25) verloren.

Bei der VG war die Stimmung dennoch positiv. Zum einen, weil die gute Leistung gegen das Spitzenteam Mut für die kommenden Spiele machte. Zum anderen, weil Delmenhorst-Stenum im Spiel zuvor ein 3:0 (25:22, 26:24, 25:23) über MTV Salzgitter gefeiert hatte. Dieser erste Saisonsieg hatte zudem etwas Historisches: Denn es war der erste Sieg einer Delmenhorster Frauenmannschaft in der Volleyball-Oberliga.

VG-Trainer Kai Stöver sprach im Rückblick auf den Heimspiel-Doppelpack von einem „super Tag“ und einem „mega-tollen Gefühl“ nach den ersten drei Punkten. Nach den zwei Auftaktpleiten bei der TG 1860 Münden (1:3) und Bremen 1860 (0:3) rief Delmenhorst-Stenum vor einer stimmungsvollen Kulisse sein Potenzial ab. „Wir haben gezeigt, dass wir in der Oberliga mithalten können“, freute sich Stöver am Tag danach.

Ohne Amelie Wild, die sich beim Abschlusstraining am Donnerstag beide Daumen verletzt hatte, war die Volleyball-Gemeinschaft in Spiel eins sehr fokussiert und konzentriert. Auch, weil Delmenhorst-Stenum seine zwei Probleme aus den ersten beiden Begegnungen behob: Die Aufschläge kamen hart und platziert, auch die Annahme zeigte sich verbessert. Es gab viele lange, tolle Ballwechsel zwischen der VG und Salzgitter. Im Endeffekt war Delmenhorst-Stenum spielerisch einfach ein Stück besser.

In Satz eins (25:22) hätten die Gastgeberinnen den Sack früher zumachen können. In Satz zwei (26:24) behielt die VG Delmenhorst-Stenum auch bei Rückständen von 10:15 und 20:24 die Nerven. Im dritten Durchgang (25:23) führte die VG konstant mit zwei bis drei Punkten und tütete nach 77 Minuten schließlich den Premieren-Sieg ein.

Gegen GfL Hannover hatte Delmenhorst-Stenum in den 63 Minuten im Endeffekt keine Chance. Die Gäste, die mehrere Regionalliga erfahrene Spielerinnen in ihrem Aufgebot hatten und mit ihrem Auftreten vor der Begegnung für eine „leicht aggressive Atmosphäre“ (Stöver) in der Uhlandhalle sorgten, waren einfach eine Klasse besser. Aber: Delmenhorst-Stenum verkaufte sich bei der ersten Heimniederlage nach zehn Spielen und seit dem 11. März 2017 (1:3 gegen ATSV Habenhausen) teuer.

Aber: Die VG Delmenhorst-Stenum verkaufte sich bei der ersten Heimniederlage nach zehn Spielen (am 11. März 2017 1:3 gegen ATSV Habenhausen) teuer. Es gab mehrere schöne Punkte nach tollen Angriffen.

„Wir sind nicht abgeschossen worden. Die Mädels haben sich nicht hängen lassen“, freute sich Stöver und sagte: „Das war jetzt gefühlt keine negative Niederlage.“ Was auch die Tanzeinlage seiner Spielerinnen nach Spielende erklärte.