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Volleyball-Oberligen Bittere Niederlagen für VG Delmenhorst-Stenum

Von Lars Pingel | 18.02.2019, 07:42 Uhr

Die beiden Oberliga-Teams der VG Delmenhorst-Stenum mussten am Samstag Niederlagen hinnehmen. Der Abstieg der Frauen steht damit fest, die Männer rutschten auf einen Abstiegsrang ab.

Bitterer Samstag für die Oberliga-Teams der VG Delmenhorst-Stenum: Die Männer verspielten mit einer 1:3 (15:25, 25:8, 22:25, 20:25)-Niederlage bei der TG Wiesmoor ihre günstige Ausgangsposition im Rennen um den Platz in der Relegation um den Klassenerhalt wieder, die sie sich erst eine Woche zuvor erarbeitet hatten. Die VG-Frauen mussten in eigener Halle gegen den TSV Giesen nach 103 umkämpften Spielminuten ein 1:3 (23:25, 21:25, 29:27, 16:25) hinnehmen. Anschließend unterlagen sie dem Spitzenreiter ASC Göttingen mit 0:3 (15:25, 15:25, 14:25). Damit steht bereits vor den abschließenden Partien bei Bremen 1860 (2. März) und beim SV Nienhagen (16. März) fest, dass das „Abenteuer Oberliga“ für das Team mit dem Abstieg enden wird.

VG-Männer fangen sich unglückliche Gegenpunkte ein

Die VG-Männermannschaft war am Samstag als Inhaber des siebten Tabellenplatzes mit einem Punkt Vorsprung auf ihren Gastgeber Wiesmoor in den Spieltag gegangen, nachdem sie am Vorwochenende in eigener Halle gegen den TSV Hollern-Twielenfleth (3:0) und die VSG Ammerland II (2:3) vier Zähler eingefahren hatte. Die TG zog schon in ihrem vorletzten Heimspiel der Saison mit Delmenhorst-Stenum gleich, indem sie gegen die Ammerländer, die auf Tabellenplatz zwei zurückfielen, ebenfalls nur mit 2:3 verloren.

Im direkten Duell um den so wichtigen siebten Rang erwischten die Ostfriesen einen guten Start. Vom 3:3 an lagen sie im ersten Satz immer vorn und machten über ein 12:8 und ein 20:12 mit dem 25:15 das 1:0 perfekt. Die Spieler von Delmenhorst-Stenum brachte der Rückstand aber nicht aus dem Rhytmus. Die Mannschaft drehte im zweiten Durchgang mächtig auf, dominierte ihn vor allem dank starker Aufschläge. „Die hat die TG einfach nicht in den Griff bekommen“, berichtete VG-Trainerin Susanne Schalk. Die Gastgeber schafften es nur selten, ihren ersten Angriff sicher aufzubauen, sodass die VG oft schon mit dem Block oder mit der folgenden Offensivaktion zu Punkten kam. Sie sicherte sich mit dem 25:8 den Ausgleich.

Doch die TG reagierte, stellte taktisch um – und erhöhte vor allem das Risiko im Angriff. „Die Wiesmoorer haben auch bei nicht so guten Zuspielen versucht, den Punkt zu machen“, erklärte Schalk. Das wurde belohnt. „Regelmäßig fiel der Ball immer noch gerade so in unser Feld oder er wurde durch einen Netzroller zum Punkt“, erklärte die VG-Trainerin. Das führte dazu, dass ihre Spieler den Satz mit 22:25 verloren. Im vierten lief die VG ständig einem Rückstand hinterher, kämpfte sich aber gleich mehrfach in Reichweite einer Wende. „Dann hat die TG aber immer einen eigentlich unmöglichen Ball verwertet“, haderte Schalk: 20:25, 1:3 – die VG war wieder auf Tabellenplatz acht zurückgefallen, mit drei Punkten Rückstand auf Wiesmoor.

Drei Spiele bleiben der VG noch, diesen wieder wettzumachen. Am Samstag, 9. März, trifft sie in der heimischen Blücherweghalle auf das Ligaschlusslicht TV Bremen-Walle und den Spitzenreiter VC Osnabrück, ehe die Mannschaft am Samstag, 16. März, zum Saisonfinale beim TV Baden II reist. Wiesmoor muss noch zweimal auswärts ran: am 9. März beim TuS Bersenbrück (Tabellenvierter) und am 16. März bei Bremen-Walle. „Es spricht eigentlich alles für Wiesmoor“, fand Schalk und fügte sofort hinzu: „Aufgeben werden wir aber nicht.“

VG-Frauen kämpfen vergeblich

Für die Riege von Trainer Kai Stöver geht eine historische Spielzeit mit zwei für sie bedeutungslosen Partien zu Ende. Sie war das erste Team des Vereins, das den Aufstieg in die Frauen-Oberliga geschafft hatte. Dort verkauften sich die VG-Spielerinnen oft teuer, wurden aber zu selten mit Siegen belohnt. So war es auch im Vergleich mit dem Vorletzten aus Giesen. Die ersten zwei Sätze glitten der VG in den Schlussphasen aus der Hand, im dritten erkämpften sie sich mit dem 29:27 das 1:2. Im dritten Durchgang setzte sich der TSV nach dem 12:12 ab. In der zweiten Partie war die VG gegen Göttingerinnen, die ihre Meisterschafts- und Aufstiegsambitionen unterstrichen, chancenlos.