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Volleyball-Pfingstturnier 2016 2500 Volleyballer bevölkern drei Tage Delmenhorst

Von Frederik Böckmann, Frederik Böckmann | 12.05.2016, 09:38 Uhr

2500 Volleyballer, 302 Mannschaften: Die Zahlen des größten Hallen-Volleyballturniers in Europas der VG Delmenhorst-Stenum sind weiter beeindruckend. Die Organisatoren sehen dem Mammut-Event gelassen entgegen.

Es ist rund zehn Jahre her, da waren Christian Altkirch, Arne Goldbohm und Matthias Sanders beim Delmenhorster Volleyball-Pfingstturnier bereits als Helfer im Einsatz. Sie notierten Ergebnisse, verkauften Brötchen oder schenkten Getränke aus. Zu Marco Thiel, dem damaligen Hauptverantwortlichen des damals wie heute größten Hallen-Volleyballturniers in Europa, schauten die Jugendlichen schon etwas neidisch auf. „Das war schon cool, wie der das Turnier gemanagt hat“, erzählt Altkirch – damals 15, 16 Jahre jung – von seinen Erinnerungen. (Weiterlesen: Positive Bilanz beim Pfingstturnier 2015)

Mittlerweile haben sich die Zeiten geändert. Altkirch, Goldbohm und Sanders sind nun die Hauptverantwortlichen bei der 38. Auflage des dreitägigen Pfingstturniers der VG Delmenhorst-Stenum, das am Samstag um 9.30 Uhr startet und am Montag voraussichtlich gegen 16 Uhr endet. „Jetzt kommen die jüngeren Helfer bei uns an, und fragen nach Ratschlägen. Das ist schon witzig“, sagt Altkirch und lacht. (Weiterlesen: VG Delmenhorst-IV freut sich über Kreisliga-Titel und auf Pfingsten)

Aus dem Organisations-Trio wird ein Quartett

Trotz ihres noch relativ jungen Alters sind Altkirch (25.), „Goldi“ Goldbohm (28) und „Oddo“ Sanders (29) damit vertraut, Verantwortung zu übernehmen. Altkirch ist politisch aktiv und kandidiert am 19. Mai für den Juso-Vorsitz in Delmenhorst, Goldbohm soll den Vorsitz der Volleyball-Sparte beim VfL Stenum übernehmen, Sanders ist Führungsspieler bei den Oberliga-Herren der VG. Das Trio erhält in diesem Jahr in seiner Schaltzentrale in der DTV-Halle am Stadtbad Unterstützung von Jens Heitmann (25), der wahrscheinlich bald Vorsitzender der Volleyball-Gemeinschaft Delmenhorst-Stenum wird.

Altkirch selbst ist zum bereits fünften Mal für die Abwicklung des Turniers hauptverantwortlich. Der angehende Realschullehrer (Informatik und Geschichte) betont aber ganz gelassen: „Die Organisation ist mittlerweile ein Selbstläufer.“ Auch deshalb, weil die Kooperation mit der Stadtverwaltung im Vorfeld unproblematisch laufe.

Beeindruckende Zahlen

Ein Selbstläufer ist das Turnier, aber die Zahlen des Mammut-Events sind noch immer beeindruckend: 302 Mannschaften mit rund 2500 Volleyballern bevölkern über das Wochenende die Stadt – und die Sportler, die aus Mainz oder Bayern, aus den Niederlanden oder Belgien kommen, wollen natürlich verköstigt werden. 3500 Brötchen, 100 Liter Kaffee, 400 Flaschen Sekt und sieben Kartons Süßigkeiten standen 2015 auf dem Einkaufszettel – er dürfte in diesem Jahr ähnlich lang sein, auch wenn sich etwas weniger Mannschaften als im Vorjahr (320 Teams) angemeldet haben.

Sorgen bereitet den Organisatoren dieser leichte Abwärtstrend aber nicht. Dieser ist laut Altkirch mit parallelen Musik-Festivals in Nordrhein-Westfalen oder auch der Oldenbora in Rastede zu erklären. „Es gibt immer eine kleine Fluktuation.“ Seit ein paar Jahren pendele sich die Zahl zwischen 300 und 350 Teams ein. Teilnehmerzahlen mit bis zu 560 Mannschaften wie in den 1990er Jahren seien zwar nicht mehr zu erreichen, „aber unser Turnier läuft allgemein schon gegen den Trend“, findet Altkirch und blickt dabei auf das Turnier- und Mannschafssterben in anderen Regionen bzw. Sportarten. (Weiterlesen: 3000 Volleyballer beim Delmenhorster Pfingstturnier)

Vom Hobbyspieler bis zur Bundesliga-Stellerin alles dabei

An den drei Tagen messen sich die Volleyballer in sechs Leistungsklassen und acht verschiedenen Hallen. Mit dabei sind neben vielen Ex-Delmenhorstern, die pünktlich zu Pfingsten wieder in ihre Heimat zurückkehren, wohl auch Spieler aller Leistungsstärken: Vom talentierten Nachwuchscrack über den Hobbyvolleyballer bis hin zur Bundesliga-Stellerin. (Weiterlesen: Nach Sport folgt die Party beim Pfingstturnier)

Pfingstvolleyball in Delmenhorst – das heißt für die Sportler und rund 150-VG-Helfer natürlich aber auch Party. Auf dem Zeltplatz im Stadion, wo vor allem die Niederländer die Stimmungskanonen geben und wo erstmals die Gastronomie Schierenbeck die Bewirtung übernimmt. Und natürlich bei der legendären Sportlerparty am Samstagabend im aramäischen Gemeindezentraum (Elsflether Straße). „Wir hoffen dort auf mindestens 800 Gäste“, sagt Altkirch. (Weiterlesen: Die Volleyballer und da Kribbeln im Bauch)