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Volleyball-Verbandsliga Damen der VG Delmenhorst-Stenum mit perfektem Tag

Von Daniel Niebuhr | 31.01.2016, 22:11 Uhr

Die Verbandsliga-Volleyballerinnen der VG Delmenhorst-Stenum bezwingen Bremen 1860 und Geestemünde und klettern auf Platz zwei. Allerdings hat das Stöver-Team nur noch zwei Spiele zu absolvieren.

Verzerrte Tabellen sind bekanntlich kein Problem, das irgendeine Sportart exklusiv für sich beanspruchen darf. Die Fußballer klagen im Winter ja gern darüber, die Situation in der Verbandsliga der Volleyballerinnen ist allerdings so kurios, dass selbst die Beteiligten vor einem Rätsel stehen.

Der Spielplan machte es möglich, dass sich die VG Delmenhorst-Stenum am Samstag in den Kreis der Aufstiegsanwärter spielte – allerdings nur theoretisch. Denn in der Tabelle kletterte das Team nach dem 3:1 (21:25, 25:14, 25:21, 26:24) gegen Bremen 1860 und dem 3:0 (25:21, 25:21, 25:12) gegen Schlusslicht ESC Geestemünde beim Heimspieltag in der Uhlandhalle zwar auf Rang zwei, selten war eine Platzierung aber so sehr eine Momentaufnahme wie hier. In der noch bis Mitte März dauernden Saison haben die Delmenhorsterinnen nur noch zwei Spiele, die Konkurrenz teilweise noch sechs. „Es ist verrückt und für uns nicht optimal. Wir können zum Saisonende größtenteils nur zugucken“, sagte Stöver. „Jetzt sind wir zwei Spiele vor Schluss auf dem Papier Zweiter, könnten aber noch absteigen.“

Zweites Spiel „zäh wie Kaugummi“

Die Bewertung des Doppelsieges fiel trotz der schwer durchschaubaren Tabellensituation leicht: Es war der ersehnte Befreiungsschlag, auf den die VG praktisch seit dem Saisonstart gewartet hatte. Mit nun 21 Punkten ist der Abstieg nur noch theoretisch ein Thema, das Team war auch angemessen erleichtert. „Es war ein super Spieltag. Wir haben uns alle richtig zusammengerauft“, schwärmte Youngster Julia Klose: „Die sechs Punkte brauchten wir auch. Das war wichtig.“

Bei zwei Niederlagen hätte sich Stöver ernste Sorgen machen müssen, entsprechend nervös begann die erste Partie gegen Bremen 1860. Nach dem 21:25 im ersten Durchgang fingen sich die Gastgeberinnen aber und dominierten die beiden folgenden Durchgänge. Im vierten Satz lagen sie schon mit 13:21 hinten, kamen aber mit Macht zurück, wehrten zwei Satzbälle ab und sicherten das Match mit einem 26:24. „Das war großartig“, fand Stöver. „Wir sind teilweise volles Risiko gegangen, es hat sich gelohnt.“

In der anschließenden Partie rundete Stövers Mannschaft den Tag mit einem lockeren Erfolg gegen Geestemünde ab. Schon in den ersten beiden Sätzen waren die Delmenhorsterinnen dominant, quälten sich aber von Punkt zu Punkt. „Es war zäh wie Kaugummi“, fand Stöver. Im dritten Durchgang legte Klose mit einer Aufschlagserie den Grundstein – die VG zog von 7:7 auf 18:7 davon. „Gut, dass wir uns noch mal zusammengerissen haben“, meinte Stöver.