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Volleyball-Verbandsliga Damen der VG Delmenhorst-Stenum sind die Spätstarter

Von Daniel Niebuhr | 19.10.2017, 08:49 Uhr

Die Volleyballerinnen der VG Delmenhorst-Stenum stehen vor dem Auftakt. Als letzter Verbandsligist in Niedersachsen steigt das Team von Kai Stöver in die Punktspiele ein – beim Tabellenführer.

Die Volleyballerinnen der VG Delmenhorst-Stenum haben sich in jüngster Zeit nicht gerade als Sammler von Superlativen hervorgetan. Der Verbandsligist ist dem Abstieg nach einer holprigen Saison erst in der Relegation von der Schippe gesprungen, drei Siege aus 14 Ligaspielen taugten auch nicht unbedingt zur Legendenbildung. In der Spielzeit 2017/18 haben sie allerdings schon jetzt einen Rekord aufgestellt – obwohl oder eben gerade weil sie noch nicht einziges Spiel bestritten haben. Wenn die Mannschaft von Kai Stöver am Samstag auswärts bei der SVG Lüneburg antritt, dann steigen die Delmenhorsterinnen als letzter Verbandsligist in Niedersachsen in die Punktspiele ein – fünfeinhalb Monate nach der Relegation und fast sieben Monate nach dem letzten Ligaspiel. Trainer Stöver nimmt allen Pessimisten aber gleich die größte Sorge: „Wir wissen schon noch, wie ein Volleyball aussieht.“

Auftakt bei der SVG Lüneburg

Und wie man Spiele gewinnt, ist der VG ebenfalls noch bekannt. In der Marathon-Pause hielt sich Stövers Mannschaft bei Turnieren bei Laune: Bei einer Veranstaltung in Vechelde wurde Delmenhorst-Stenum Zweiter, in der Verbandspokal-Vorrunde nach zwei Siegen und zwei Niederlagen Fünfter. Zuletzt gab es vor drei Wochen einen Auftritt unter Wettkampfbedingungen, an dem Stövers Team alle vier Sätze gegen die Polizeiauswahl der Direktion Oldenburg gewann.

Auftaktgegner Lüneburg, der am Samstag zunächst ab 15 Uhr gegen den TSV Buxtehude-Altkloster spielt und danach auf Delmenhorst-Stenum trifft, hat sich ebenfalls mit Gewinnen die Zeit vertrieben – allerdings feierten die SVG-Damen ihre beiden Siege schon in der Liga und eroberten die noch nicht wirklich aussagekräftige Tabellenführung. „Für uns ist das ein unbeschriebenes Blatt“, sagt Stöver über das Team, das nach knapp verpasstem Oberliga-Aufstieg einen kleinen Umbruch erlebte.

Annika Thiel zurück vom VfL Wildeshausen

In Delmenhorst ist personell das meiste beim Alten geblieben: Veteranin Kerstin Frohburg beendete ihre Laufbahn, dafür kehrte Annika Thiel vom Landesligisten VfL Wildeshausen zurück. Stöver hatte genug Zeit, seine Frauen auf den Ligastart vorzubereiten und klingt zuversichtlich, wenn er sagt: „Wir haben unsere Sachen ganz gut beieinander.“

Allerdings auch nicht so gut, dass er ein anderes Saisonziel als den Klassenerhalt ausrufen würde. Die Relegation war Warnschuss und Motivation zugleich. „Wir wissen, warum es so weit gekommen ist. Aber wir wissen auch, dass wir es können in der Verbandsliga“, sagt der Coach. „Wir wollen nicht wieder zittern und den Klassenerhalt so früh wie möglich sichern.“ Die Delmenhorster Staffel II ist runderneuert, neben Lüneburg sind auch der TV Vahrendorf und der eigentlich unterlegene Relegationsgegner TSV Fischerhude-Quelkhorn neu dabei – die Fischerhuderinnen haben einen Nachrückerplatz bekommen.