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Volleyball-Verbandsliga Frauen VG Delmenhorst-Stenum verpatzt den Saisonstart

Von Lars Pingel | 18.09.2016, 18:48 Uhr

Die Verbandsliga-Volleyballerinnen der VG Delmenhorst sind mit zwei Niederlagen in die Saison 2016/2017 gestartet. In der heimischen Halle an der Ulandstraße unterlag das VG-Team zunächst 1860 Bremen mit 0:3 und dann dem TV Eiche Horn II mit 1:3.

In der Halle an der Uhlandstraße in Delmenhorst wurden am Samstag die ersten Siegerfotos der noch sehr jungen Saison 2016/2017 in der Volleyball-Verbandsliga II der Frauen aufgenommen. Auf keinem sind glückliche Spielerinnen der gastgebenden VG Delmenhorst-Stenum zu sehen, sondern lauter freudestrahlende Bremerinnen. Zunächst wurden die feiernden Spielerinnen und der Trainerstab von 1860 II abgelichtet, die sich mit einem 3:0 (25:16, 25:20, 27:25)-Erfolg einen perfekten Start verschafft hatten. Etwas mehr als zwei Stunden später jubelte das Team des Oberliga-Absteigers TV Eiche Horn II nach einem 3:1 (25:19, 23:25, 25:21, 25:13) für das Erinnerungsbild.

Trainer Kai Stöver sieht nur zwei gute Sätze

„Katastrophe“, nannte VG-Trainer Kai Stöver die ersten Auftritte seines Teams in dieser Spielzeit – und fand sofort auch Mutmachendes für deren weiteren Verlauf. Das waren der zweite Satz in der Partie gegen Eiche Horn (25:23) und weite Teile des dritten Durchgangs (21:25) dieser Begegnung. „Das war gut“, sagte Stöver. In die Nähe des ersten Saisonsieges kam die VG allerdings nicht.

Erste Niederlage schon nach 70 Minuten besiegelt

Doch der Reihe nach: In der ersten Partie offenbarten die VG-Spielerinnen in allen Sätzen deutliche Abstimmungsprobleme. In der Abwehr und im Angriff gab es einige Missverständnisse. Bereits nach 70 Minuten bejubelten die Bremerinnen daher ihren letzten Punktgewinn und den ersten Saisonsieg. Sie verdonnerten daraufhin ihren Trainer Lars Thiemann dazu, die Rolle des ersten Schiedsrichters im folgenden VG-Spiel gegen Eiche Horn zu übernehmen.

Wiebke Möller führt VG zum Satzausgleich

Thiemann hatte mit diesem keine Probleme. Er sah einen ersten Satz, in dem die VG vom 6:7 an ständig zurücklag, sich beim 16:16 aber wieder in Sichtweite eines Punkts gebracht hatte. Doch wieder rächten sich selbst kleinste Fehler. Dazu kam auch ein wenig Pech. In der Schlussphase fielen zwei Netzroller in die VG-Hälfte. Das schien die Gastgeberinnen völlig aus dem Rhythmus gebracht zu haben. In Durchgang zwei gerieten sie mit 2:7 in Rückstand. Sie arbeiteten sich dann zwar bis auf 8:11 heran, hatten den Satz wenig später beim 11:21 aber eigentlich schon verloren. Doch eine Auszeit Stövers zeigte positive Wirkung. Mit dem 12:21 kam Wiebke Möller an den Aufschlag – und legte eine beeindruckende Serie mit einigen Assen und direkten Punkten hin. Erst nach dem 21:21 markierten die Gäste wieder einen Zähler. Doch der VG-Lauf hinterließ bei den TV-Spielerinnen Spuren, auch ihnen unterliefen nun Fehler. Sarah Nogatz machte das 25:23 und damit den Satzausgleich für die VG perfekt.

Die VG spielte zunächst selbstbewusst weiter. Die Qualität der Angaben blieb hoch, die Annahme recht sicher und dadurch das Angriffsspiel druckvoll. Da sich auch die Bremerinnen wieder fingen, verlief die Partie ausgeglichen und bot einige schöne Ballwechsel. Die VG führte mit 6:2, lag dann 15:18 hinten und übernahm mit dem 20:19 wieder die Führung. Doch anschließend tauchten die schon überwunden geglaubten Probleme der VG wieder auf; das TV-Team kam mit einem 5:1-Lauf zur 2:1-Führung. Es ließ der VG dann keine Chance mehr, machte spätestens mit dem Punkt zum 16:8 im vierten Satz alles klar.

Hoffnung auf Besserung

„Bei uns hakt es derzeit an einigen Dingen“, sagte Stöver. „Wir kriegen zu wenig Druck auf den Gegner, weder mit dem Aufschlag noch mit dem Angriff.“ Das führt dazu, dass der Konkurrent wiederum nur selten Probleme hat, seine Offensivaktionen wie geplant aufzubauen. Und dann waren da ja auch noch die vielen kleineren und größeren Missverständnisse. „Einige Spielerinnen können derzeit beruflich bedingt nicht oder nur einmal pro Woche trainieren, deshalb fehlt es an der Abstimmung“, erklärte Stöver. Das werde sich aber wieder ändern. Und so war Stöver, der bis zum 22. Oktober Zeit hat, mit seinem Team im Training zu arbeiten, zuversichtlich, dass es schon in der Partie beim ATSV Scharmbeckstotel gelingen wird, „ein paar Schippen draufzulegen“.