Ein Angebot der NOZ

Volleyball-Verbandsliga VG Delmenhorst-Stenum verpasst den Pokalsieg

Von Daniel Niebuhr | 05.12.2016, 10:41 Uhr

Die Volleyballerinnen der VG Delmenhorst-Stenum scheiden in der Verbandspokal-Endrunde früh aus. Der MTV Lingen gewinnt den Titel.

Wenn man so will, hatte Kai Stöver noch einige Stunden Zeit, um sich von seinem Mitbewohner zu verabschieden. Wochenlang hatte er den silbernen Pokal des Nordwestdeutschen Volleyball-Verbandes bei sich zuhause gehabt, am Sonntag stand er im Regieraum der Sporthalle am Blücherweg gut sichtbar hinter einer Glasscheibe, ehe Stöver ihn am Nachmittag schließlich abgeben musste. „Wir hätten ihn auch gern gewonnen“, sagte der Trainer der VG Delmenhorst-Stenum, doch mit nach Hause nahmen ihn die Spielerinnen des MTV Lingen – verdientermaßen, wie auch Stöver (bei allem Abschiedsschmerz) feststellen musste.

Lingen verbaut den Weg ins Finale

Mit einem 2:0 über Überraschungsfinalist VC Osnabrück III gewannen die Lingenerinnen die Endrunde des Verbandspokals, Ausrichter Delmenhorst-Stenum sah von den Bänken am Spielfeldrand aus zu. Die Gesichter der Verbandsliga-Volleyballerinnen waren jedoch größtenteils entspannt, denn wenigstens hatten sie zuvor ihre Negativserie beendet. Nach einem 0:2 (18:25, 23:25) gegen den späteren Sieger war der Pokal zwar frühzeitig außer der Reichweite, mit dem 2:0 (25:22, 25:18) über Landesligist Wolfenbütteler VC II im zweiten Vorrundenspiel taten die Delmenhorsterinnen vor der Winterpause aber etwas für das Selbstvertrauen, das nach fünf Niederlagen in Folge merklich angeschlagen war. „Wir nehmen das als Mutmacher mit in die Pause“, sagte Stöver, der hofft, dass seine Mannschaft den Abstiegsrelegationsplatz in der Verbandsliga noch verlässt, sich aber für den Fall des Abstiegs seine eigenen Gedanken macht: „Ich habe noch große Lust. Wenn es aber schiefgeht, kann es auch sein, dass wir sagen: Die Mannschaft braucht neue Impulse.“

Osnabrück III überraschend im Finale

Ein Pokalsieg wäre zweifellos ein Mutmacher gewesen, ganz unmöglich war das nicht einmal. Gegen Lingen lief die VG im ersten Satz lange hinterher und kam nie in Schlagdistanz, der zweite allerdings war wesentlich enger. Nach einem 8:14-Rückstand arbeiteten sich die Gastgeberinnen wieder auf 15:16 heran. Den besseren Endspurt hatte Verbandsliga-Aufsteiger Lingen, der in einem umkämpften und gutklassigen Endspiel den Titel holte.

Lingens Finalgegner Osnabrück hatte vorher niemand auf der Rechnung gehabt, der Landesligist bezwang aber die klassenhöheren TV Bremen-Walle mit 2:1 und Tuspo Weende mit 2:0. Im Endspiel war Lingen dann zu stark, was Stöver zu der Erkenntnis brachte: „Mit dem nötigen Glück hätten wir am Ende den Pokal hierbehalten können.“