Ein Angebot der NOZ

Volleyballer rücken zusammen VG Delmenhorst-Stenum sieht sich nach Warnschuss gestärkt

Von Daniel Niebuhr | 04.05.2017, 08:08 Uhr

Die Volleyballer der VG Delmenhorst-Stenum sind nach der überstandenen Doppel-Relegation schon wieder angriffslustig.

Bis Pfingsten ist es nur noch ein guter Monat, was für den Delmenhorster Volleyballer erst einmal eine gute Nachricht ist. Anfang Juni findet vor der eigenen Haustür wieder das größte Turnier Europas statt, mehrere tausend Gäste erobern dann zum 39. Mal die Hallen und Zeltplätze in der Stadt. Die VG Delmenhorst-Stenum präsentiert sich zu diesem Anlass traditionell von ihrer besten Seite; es ist auch ein Ereignis, das den Zusammenhalt des Vereins demonstrieren soll.

„Großer Tag für den Verein“

In diesem Jahr haben die Delmenhorster Volleyballer mit dieser Mission allerdings vorsichtshalber schon etwas früher angefangen. Am Samstag reisten das Damen- und das Herrenteam gemeinsam mit einem großen Fan-Tross zur Relegation nach Hannover, beide hielten nach klaren Siegen die Klasse, was den Verein offenkundig noch enger zusammengeschweißt hat. Monatelang hatte die VG um die sportliche Zukunft ihrer Leistungsmannschaften bangen müssen, der Warnschuss mit Happyend scheint fast schon ein Erweckungserlebnis gewesen zu sein. „Für unseren Verein war es ein großer Tag“, sagte Herrentrainerin Susanne Schalk. Ihre Mannschaft hielt mit einem 3:0 über den VfL Lintorf II den Oberliga-Platz, der für die VG so wichtig ist: „Toll, dass wir weiter dabei sind.“

Neuzugänge für einen Angriff in der Oberliga?

Weil die Damen durch das 3:0 über den TSV Fischerhude-Quelkhorn Verbandsligist bleiben, sieht sich der Club – trotz des Beinahe-Abstiegs seiner Aushängeschilder – sogar für die Zukunft gestärkt. „Wir können viel Gutes aus diesem Erlebnis ziehen“, glaubt Schalk, die die Herren ebenso weiter trainieren wird wie Kai Stöver die Damen. Wie die Teams künftig aussehen, entscheidet sich erst nach Pfingsten, zumindest bei den Männern halten sich die Veränderungen aber in Grenzen. Jannik Borsing fällt bis Februar aus, neben Zugängen aus unteren Mannschaften hofft man auch auf starke neue Spieler von außerhalb. „Wir sondieren die Lage“, sagt Schalk, die selbstbewusst genug ist, um anzukündigen: „Wenn wir uns verstärken, können wir auch mal sagen: Lasst uns oben angreifen.“

Bei den Damen steht ein kleiner Umbruch schon fest, die Routiniers Kerstin Frohburg und Wiebke Möller hören auf. „Es brechen neue Zeiten an“, sagt Trainer Stöver deshalb, doch auch er ist nach gerade abgewendetem Abstieg schon wieder angriffslustig, obwohl sein Team mit nur drei Siegen aus 14 Verbandsligaspielen eine ganz schwache Saison hingelegt hat. „Wenn man uns am Samstag so spielen gesehen hat, fragt man sich, warum wir die Relegation nach unten spielen – und nicht nach oben.“