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Voltigier-DM in Alsfeld Ganderkeseer Jacobs feiert deutschen Meistertitel

Von Lennart Bonk | 02.09.2015, 17:46 Uhr

Riesenjubel bei Torben Jacobs: Bei der ersten offiziellen deutsche Meisterschaft im Doppelvoltigieren in Alsfeld hat der Ganderkeseer am vergangenen Wochenende mit seiner Partnerin Pia Engelberty den Titel gewonnen. Mit einer Endnote von 8,871 holte das Duo vom Voltigierverein Köln-Dünnwald gemeinsam mit Pferd Danny Boy die Goldmedaille.

Bereits 2014 waren Engelberty und Jacobs Bundessieger im Doppelvoltigieren. Dieses Jahr dürfen sie sich auch offiziell deutsche Meister nennen. Wie schon bei der EM – wo das Duo die Silbermedaille gewann – überzeugten Engelberty und Jacobs die Wertungsrichter mit ihrer Vorführung im Vampir-Stil. Über die Goldmedaille freute sich der Ganderkeseer sehr. „Damit sind wir super zufrieden“, teilte Jacobs auf der Homepage der deutschen Reiterlichen Vereinigung mit. Die Silbermedaille erkämpften sich Jacobs’ Vereinskollegen Gera Marie Grün und Justin van Gerven mit einer Benotung von 8,681. Bronze holten Lena Feldhues und Markus Colhaus vom Voltigierverein Metelen mit 7,893.

Nach dem Weltcup 2015/2016 hört Engelberty auf

Für Pia Engelberty war die Deutsche Meisterschaft der gelungene Abschluss ihrer letzten Sommersaison. Denn Torben Jacobs’ Partnerin wird nach dem Weltcup 2015/2016 ihre erfolgreiche Karriere beenden. Der 23-jährige Medizin-Student wird sich wohl eine neue Partnerin suchen müssen.

Saskia Witte gibt ihr DM-Debüt

Neben Torben Jacobs startete noch eine weitere Voltigiererin in Alsfeld. Im Einzelvoltigieren debütierte Saskia Witte vom RV Grüppenbühren bei der Deutschen Meisterschaft. Auf dem vereinseigenen Pferd Fabergé le Ciné Star, longiert von Trainerin Ulrike Siemers, belegte sie den 29. Platz in einem starken Starterfeld von 37 Damen.

Insgesamt vier Starts hatte Witte in Pflicht, Kür und Technikprogramm zu absolvieren. Vor allem im Technikprogramm - einer Kür mit vorgegebenen Pflichtelementen - überzeugte sie das Richterkollegium und landete hier auf Platz 20.

Landesverband Weser-Ems „gebührend vertreten“

Mit ihrer Leistung zeigte sich die 25-Jährige vollauf zufrieden. „Wohlwissend, dass wir nicht um vordere Plätze kämpfen, war unser erstes Ziel, den Landesverband Weser-Ems gebührend zu vertreten“, sagte Witte. „Und wir glauben auch, das getan zu haben.“

Für sie sei der Start in Alsfeld „eine tolle Erfahrung“ gewesen, so die Voltigiererin. Sehr stolz sei sie auf ihren Sportpartner „Fabi“ , der die Prüfungen in der „schwierigen“ Wettkampfhalle souverän gemeistert habe.

Witte ist sehr stolz auf „Fabi“

Zum Erfolgsteam zählen für die Sportlerin neben ihrer Trainerin Ulrike Siemers auch Antje Fischer, die Fabergé seit Langem regelmäßig in der Dressur trainiert, und ihre Schwester Cathrin Witte, die sich bei der Meisterschaft optimal um Make-Up, Frisur und vieles mehr gekümmert habe. „Es war eine tolle Atmosphäre, und wir sind stolz, dass wir dabei sein durften“, sagte Saskia Witte nach dem fünftägigen Wettkampf in Hessen.