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Von Seggern kaum zu überwinden Coup des TV Neerstedt II bei Hude/Falkenburg II

Von Simone Gallmann, Simone Gallmann | 06.12.2016, 14:23 Uhr

Für eine große Überraschung hat der TV Neerstedt II in der Handball-Landesklasse Weser-Ems der Frauen gesorgt. Beim dis dato noch ungeschlagenen Tabellenführer HSG Hude/Falkenburg II landete die TVN-Reserve einen 26:25-Coup.

 HSG Hude/Falkenburg II – TV Neerstedt II 25:26 (15:13). Bei den Gästen vertraten Cordula Schröder-Brockshus und Katharina Stuffel, die selbst für die HSG Hude/Falkenburg in der Oberliga-Mannschaft spielt, den verhinderten TVN-Coach Philip Hollmann – und sorgten mit ihrem Comeback auf der Trainerbank für eine Überraschung. Neerstedt spielte völlig befreit auf, da es gegen den Tabellenführer nichts zu verlieren hatte. In der Anfangsphase hatten die Gäste Probleme in der Abwehr, vor allem Inke Meyerholz (insgesamt sechs Tore) bekamen sie nicht in den Griff. Dennoch verlief die erste Hälfte völlig ausgeglichen mit ständig wechselnden Führungen. Erst kurz vor der Pause schafften es die Gastgeberinnen, sich mit zwei Toren abzusetzen. Nach dem Seitenwechsel kam das Team von HSG-Trainerin Inge Breithaupt besser in Schwung und baute die Führung auf 20:16 und 22:18 (47.) aus. In den letzten 15 Minuten steigerte sich Neerstedts Torhüterin Rieke von Seggern immer mehr. Durch ihre starken Paraden pushte sie ihr Team noch einmal – und das zeigte Wirkung. Die Gäste boten nun eine starke kämpferische Leistung und belohnten sich mit dem 23:23 (53.). In der Schlussphase übernahm Sarah Schwarz (insgesamt 10/1 Tore) Verantwortung und erzielte drei wichtige Tore zum knappen und viel umjubelten Erfolg der Gäste.

 HSG Delmenhorst – TS Woltmershausen 20:22 (11:14). HSG-Trainerin Michaela Feldmann war trotz der Niederlage nicht ganz unzufrieden. Zwar leistete sich ihr Team zu viele technische Fehler und Fehlwürfe. Doch die Spielerinnen ließen die Köpfe nie hängen. Stattdessen versuchten sie bis zum Ende, mit viel Kampf wenigstens noch einen Punkt mitzunehmen. Mit einer 2:0-Führung startete die HSG in die Partie, dann zogen die Gäste auf 8:3 davon. Bereits zu diesem Zeitpunkt hatten die Delmenhorsterinnen einige Torchancen liegen gelassen. Sabrina Bringmann und Alexandra Hildener sorgten in den zehn Minuten vor der Pause dafür, dass der Rückstand auf drei Tore schmolz. Nach dem Seitenwechsel blieb die HSG Delmenhorst immer auf Tuchfühlung, doch zu oft konnte das Team den Ball auch aus guten Positionen nicht im gegnerischen Tor unterbringen, was zu der Niederlage führte.