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Vorgaben perfekt umgesetzt HSG Hude/Falkenburg gewinnt beim TV Oyten mit 33:24

Von Frederik Böckmann und Richard Schmid | 18.12.2016, 20:22 Uhr

Stark in der Deckung, geduldig im Angriff: So zog die HSG Hude/Falkenburg beim 33:24 (13:10)-Erfolg beim TV Oyten II dem vorherigen Tabellenvierten den Zahn.

Der Ex-Trainer Dean Schmidt übernimmt nun die Jugendarbeit, ein neuer Coach ist zumindest offiziell noch nicht gefunden, doch mit Ex-Trainerin Inge Breithaupt an der Seitenlinie lief es für die Oberliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg am Sonntagnachmittag wie am Schnürchen. Im schweren Auswärtsspiel beim bisherigen Tabellenvierten TV Oyten legte Hude/Falkenburg einen überzeugenden Auftritt hin, feierte einen überraschend klaren 33:24 (13:10)-Erfolg und geht als Tabellendritter nun mit einem guten Gefühl in die dreiwöchige Weihnachtspause. „Das war eine souveräne, richtig starke Leistung. Jetzt können wir ein wenig den Kopf frei kriegen“, lobte Betreuer Sebastian Zwiener das Team, das die Halbserie am Sonntagabend beim Fast-Food-Essen ausklingen ließ.

Interimstrainerin Breithaupt hatte Oyten im Vorfeld per Videostudium intensiv unter die Lupe und folgende Schlüssel gezogen: in der Abwehr gegen die spielstarke Drittliga-Reserve kompakt stehen, gleichzeitig im Angriff die Bälle lange ausspielen. Beide Vorgaben setzte die Mannschaft vorzüglich um, vor allem die Deckung stand sehr gut.

Vier Spielerinnen verdienten sich ein Sonderlob

Hude/Falkenburg lag nur einmal im Rückstand – beim 0:1 nach 49 Sekunden. Ansonsten hatten die Gäste das Geschehen im Griff. In Hälfte eins führte Hude/Falkenburg zeitweise mit fünf Toren, ging nach einem kleinen Hänger aber doch nur mit drei Toren Vorsprung in die Pause (13:10). Nach dem Wechsel setzte sich die HSG peu á peu ab – 19:14 (40.), 21:15 (44.) und 28:21 (57.) waren die Stationen zum Sieg.

Vier HSG-Spielerinnen verdienten sich ein Sonderlob. Mit Inke Meyerholz und Nadja Albes halfen zwei Drittliga-erfahrene Spielerinnen aus der Reserve aus und sorgten für mehr Alternativen im geschwächten Kader. Die bärenstarke Kreisläuferin Katharina Stuffel warf nicht nur fünf Tore, sondern holte auch etliche Siebenmeter heraus. Die glänzende Torfrau Katharina Woltjen parierte 18 Würfe, darunter zwei Siebenmeter.

Doch kein Kreuzbandriss bei Tapkenhinrichs

Apropos Torfrau: Der befürchtete Kreuzbandriss bei Karen Tapkenhinrichs hat sich nicht bestätigt. Bei einer MRT-Untersuchung wurde eine starke Knochenprellung und Innenbandverletzung im Knie sowie möglicherweise ein Meniskusanriss diagnostiziert. Tapkenhinrichs wird wohl nicht operiert. „Ich hoffe, dass ich dem Team während der Rückrunde wieder zur Verfügung stehen kann“, sagte sie. (Weiterlesen: Katharina Woltjen und Karen Tapkenhinrichs – Gute Quoten, gute Laune)